Ich war im Kino...

Benutzeravatar
MovieMan
Profi
Beiträge: 1132
Registriert: So 14. Okt 2012, 12:02
Wohnort: Hamburger Speckgürtel
Hat sich bedankt: Danksagungen
Danksagung erhalten: Danksagungen

WOODWALKERS 2

#1101 

Beitrag von MovieMan »

An der Clearwaterschule beginnt ein neues Schuljahr für die Woodwalkers (Tiere, die auch Menschengestalt annehmen können). Konfrontiert werden sie jedoch mit alten Problemen. Der zwielichtige Milling (O. Masucci) spielt sein undurchsichtiges Spiel mit dem Gelände der Schule und dem umgebenden Areal. Sein Versuch, den Woodwalker Carag (E. Chérif) auf seine Seite zu ziehen, gestaltet sich schwierig, denn Carag hat zusammen mit seinen Freunden ganz andere Interessen.

Der Film richtet sich genau wie die Reihe SCHULE DER MAGISCHEN TIERE nach einer Romanreihe. Es handelt sich um eine fortlaufende Geschichte/Handlung. Insofern ist die Kenntnis des ersten Teils erforderlich, um jetzt mit diesem Teil inhaltlich anknüpfen zu können, denn auf ausschweifende Rückblenden zum ersten Teil, wo insbesondere die einzelnen (und vielen) Rollen vorgestellt wurden, wird verzichtet.

Der jüngere Cast ist ein wenig erwachsener geworden, während man bei den erwachsenen Darstellern den Lauf der Zeit nicht ganz so merklich vernimmt. Neben E. Chérif trägt insbesondere O. Masucci als Antagonist die Handlung merklich. Masucci bringt sein Charisma überdeutlich ein.
Mit kleinen Wendungen wird die Handlung einigermaßen spannend gehalten. Dazu gesellt sich noch ein privates Drama um die Figur des Carag. Daher empfand ich diesen Teil etwas spannender als den ersten.

Als technischen Höhepunkt darf man die visuellen Effekte hervorheben, und zwar die Morphingeffekte, wenn sich die Menschen in ihre Tieridentität verwandeln. Das ist besser gelungen als im ersten Teil, wiederholt sich aber ständig. Manchmal stimmen m.E. die Größenproportionen der Tiere zu den Menschen nicht, was etwas merkwürdig wirkt. Außerdem sahen einige Szenen so aus, als würden die menschlichen Darsteller an dem (hineinkopierten) Gegenüber vorbei sprechen. Die Interaktion zwischen menschlichem Darsteller und Tier bzw. Tricktechnik ist bei SCHULE DER MAGISCHEN TIERE wesentlich besser ausgearbeitet.

Etwas spannenderer Teil der Reihe mit zwei Hauptdarstellern, die das Gerüst des Films bilden und einer noch verbesserungswürdigen Tricktechnik. Das können auch die herrlichen Landschaftsaufnahmen nicht überdecken.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

Benutzeravatar
MovieMan
Profi
Beiträge: 1132
Registriert: So 14. Okt 2012, 12:02
Wohnort: Hamburger Speckgürtel
Hat sich bedankt: Danksagungen
Danksagung erhalten: Danksagungen

PRIMATE

#1102 

Beitrag von MovieMan »

Collegeabsolventin Lucy kehrt, sehnsüchtig von ihrer Familie erwartet, nach Hause zurück. Als Familienmitglied fungiert auch Schimpanse Ben. Nachdem Ben erkrankt, verändert er sich und die Familie befindet sich auf dem abgelegenen Anwesen in höchster Gefahr.

Tierhorror gibt es gefühlt im Kino schon immer. Über KING KONG und TARANTULA sowie FORMICULA bis über DER WEISSE HAI und hin zu ARAC ATTACK, usw. gibt es kaum ein Tier, dass nicht schon im Fokus von solchen Filmen gestanden hat. Ich muss zugeben, dass ich irgendwie ein Fan von solchen Filmen war und immer noch bin. Mehr als einmal stand ein Affe schon im Vordergrund eines Horrorfilms (außer KING KONG) beispielsweise in LINK, DER BUTLER, der PRIMATE ähnlich ist. Eines kann man unseren genetischen Verwandten nicht absprechen: Intelligenz. Und genauso ein Affe ist Ben. Wenn ein wütender Affe ausrastet, möchte man nicht in der Nähe sein.

Manchmal ging mein Puls ziemlich hoch. Trotz der „nur“ FSK16 beinhaltet das Werk brutale Szenen, die auch optisch extrem sind. Der Effekt- und Maskencrew gebührt für ihre Arbeit der notwendige Respekt. Aber auch die Inszenierung ist gelungen. Ein gutes Spiel mit (spärlichen) Lichtverhältnissen sowie eine gekonnte Schnitttechnik vermitteln ein großes Maß an Spannung.
Die (meist weiblichen) Darsteller halten sich auch mit übermäßig hysterischem Gekreische zurück, sodass die Wirkung nicht ins Lächerliche abdriftet.

Etwas abfallend war die Darstellung des Affen. Positiv ist die Entscheidung gegen einen CGI-Affen zu werten, negativ macht sich leider bei der Maske die etwas unrealistische Augenpartie des Kopfes bemerkbar, gerade deshalb, weil der Kopf des Affen oft im Closeup gezeigt wird. Der Darsteller im Kostüm liefert hingegen mit seinen Gesten und seiner Bewegung eine überzeugende Performance.

Spannender und blutiger Tierhorror mit einem wütenden Schimpansen, der seinem genetisch Verwandten zeigt, wer hier der Stärkere ist, mit teils heftigen und gut platzierten Effekten. Für Fans des Tierhorrors ein Muss.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

Benutzeravatar
MovieMan
Profi
Beiträge: 1132
Registriert: So 14. Okt 2012, 12:02
Wohnort: Hamburger Speckgürtel
Hat sich bedankt: Danksagungen
Danksagung erhalten: Danksagungen

DUST BUNNY

#1103 

Beitrag von MovieMan »

Unter den Dielen unter dem Bett der kleinen Aurora (S. Sloan) wohnt ein gruseliges Monster. Nachdem Auroras Eltern verschwunden sind, vertraut sich das kleine Mädchen dem Nachbarn (M. Mikkelsen) an. Dieser nimmt widerwillig den Auftrag zur Monsterbeseitigung an, obwohl er nicht an ein solches glaubt, sondern eher Interessen Krimineller an der Wohnung des Mädchens wähnt. Nach und nach wächst die Beziehung des ungleichen Paares zusammen – trotz aller Vorkommnisse.

Der Film ist kaum einzuordnen. Zwischen Fantasy, Thriller, Horror, Drama, Action bewegt sich der Inhalt. Es ist teilweise wie ein Fibertraum, der von T. Burton ausgearbeitet wurde. Doch Burton hat mit diesem Film gar nichts zu tun. Im Mittelpunkt stehen die Ängste eines jungen Mädchens, die sich in einem Monster manifestieren. Die Zuschauer werden mit auf eine Reise genommen, der man sich kaum entziehen kann.
Als wäre es nicht schwer genug, den Inhalt einzuordnen, strotzt der Film nur so von Einfällen, um ihn in seiner Machart von anderen Werken abzuheben.
Das beginnt mit dem Setting, läuft über die Ausstattung bin hin zur Farbgebung.
Dazu kommt die besondere Chemie zwischen Mikkelsen und der Jungdarstellerin. In einer Nebenrolle beweist S. Weaver, dass auch sie einen Heidenspaß an ihrer Figur hat.

Neben der Optik ist der Sound deutlich hervorzuheben. Selten habe ich einen so atmosphärischen Sound gehört. Es knarzt und knackt aus allen Richtungen und der Subwoofer spielt mit einem dumpfen Grollen fast einen Dauersound. Dadurch wird die eh schon spannende Geschichte in einigen Szenen zum Nervenzerrer.

Spannend dargebrachte Kindheitsängste mit einem gut aufeinander abgestimmten, aber ungleichen Duo und einem Herausragenden Sounddesign sowie einer S. Weaver, die in Sachen Schuhmode Akzente zu setzen weiß.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

Benutzeravatar
MovieMan
Profi
Beiträge: 1132
Registriert: So 14. Okt 2012, 12:02
Wohnort: Hamburger Speckgürtel
Hat sich bedankt: Danksagungen
Danksagung erhalten: Danksagungen

DEAD OF WINTER - EISIGE STILLE

#1104 

Beitrag von MovieMan »

Die verschneite und vereiste abgelegene Landschaft Minnesotas ist das Ziel von Barb (E. Thompson), die sich hier an ihr Leben mit ihrem Mann erinnern will. Durch unglückliche Umstände gerät sie inmitten einer Entführung einer jungen Frau und bringt sich damit selbst in Gefahr.

Irgendwo zwischen JOHN WICK: BALLERINA und R.E.D. wandelt E. Thompson durch diesen eisigen Thriller. Auch wenn die Storyline etwas konstruiert ist, bleibt genügend Spannung, um die Kinozuschauer bei der Stange zu halten. Thompson ist sich auch nicht zu fein, die Gebrechlichkeit ihres Alters zurückzuhalten und tritt hier als Antiheldin auf. Insgesamt wirkt Thompson mit der Rolle aber etwas unterfordert. Die anderen Darsteller bleiben ziemlich blass, leider auch die Antagonisten.

Letztlich ist es ein 08/15-Thriller, der aber durch das Setting im Winter Minnesotas einen besonderen Anstrich erhält. An die Logik sollte man keine zu hohen Ansprüche stellen.
Der Spannungsbogen bricht zwar immer mal wieder etwas weg, doch baut sich auch schnell wieder auf.

Noch recht spannender Thriller mit einer etwas unterforderten Thompson und einer Landschaft, die recht menschenfeindlich daherkommt.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

Benutzeravatar
MovieMan
Profi
Beiträge: 1132
Registriert: So 14. Okt 2012, 12:02
Wohnort: Hamburger Speckgürtel
Hat sich bedankt: Danksagungen
Danksagung erhalten: Danksagungen

EIN FAST PERFEKTER ANTRAG

#1105 

Beitrag von MovieMan »

Walter (H. Lauterbach) nimmt es mit vielen Dingen sehr genau, was bei ihm zur Einsamkeit geführt hat. Eine Chance, etwas daran zu ändern, besteht, als er seine alte Liebe Alice (I. Berben) zufällig wieder sieht. Diese will von ihm nichts wissen, aber Walter lässt nicht locker.

Die Geschichte ist als RomKom gedacht, so richtig zünden will das aber nicht. Zwar harmonieren Berben und Lauterbach sehr, sehr gut, doch die Entwicklung der Story halte ich einfach für zu unrealistisch. Man muss als Zuschauer schon sehr viel mental beiseiteschieben, dass man unbändigen Spaß am Zusehen hat.

Schauspielerisch glänzen beide, Frau Berben etwas mehr als Herr Lauterbach. Und gewiss tummelt sich hier ein Traumduo auf der deutschen Leinwand, wenn da nicht die schwache Storykonstruktion wäre.

Abseits davon ist die Handlung leicht amüsant und die Figur Walter lässt Sätze ab, über die ich dann doch schon mal schmunzeln musste, obwohl die dargestellten Figuren vor Klischees nur so strotzen. Dahingehend sind auch die Dialoge ausgelegt. Fast krampfhaft will man verschiedene Thematiken im Film unterbringen und das macht die Szenen dann mehr kaputt, als dass sich Spaß entwickelt.

Mäßig amüsante Komödie mit zwei deutschen Traumdarstellern, denen man leider kein gutes Drehbuch zur Verfügung gestellt hat, die aber dank ihres Schauspiels dem Zuschauer den einen oder anderen Schmunzler abringen können, wenn dieser bereit ist, über so Einiges hinwegzusehen.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

Benutzeravatar
MovieMan
Profi
Beiträge: 1132
Registriert: So 14. Okt 2012, 12:02
Wohnort: Hamburger Speckgürtel
Hat sich bedankt: Danksagungen
Danksagung erhalten: Danksagungen

MARTY SUPREME

#1106 

Beitrag von MovieMan »

Der talentierte Tischtennisspieler Marty Mauser (T. Chalamet) ist sehr von sich überzeugt und lässt es auch jeden wissen, selbst ungefragt. Er reibt sich auf zwischen seinem sportlichen Ehrgeiz, seinem Liebesleben und seinen Gaunereien. Sein Ziel ist die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Japan.

Nach dem Trailer des zweieinhalbstündigen Films und der Info, dass hier eine Story nach realem Vorbild verfilmt wurde, sowie den Blick auf den Hauptdarsteller, habe ich befürchtet, dass es sich um einen gnadenlos überhypten Film (9 Oscarnominierungen) handelt. Glücklicherweise ist meine Befürchtung umsonst gewesen.

Man mag Chalamet mögen oder nicht, doch wie er hier das unsympathische Großmaul gibt, ist allererste Güte. Er hängt sich voll in die Rolle hinein und wird dabei von einem guten Drehbuch unterstützt, denn dieses gibt ihm keine Erholungspause davon, seine schier unerträglichen Beschimpfungen anderer Personen von sich zu geben.
Außerdem hat er sich auf das Tischtennisspiel akribisch vorbereitet und u.a. auch mit T. Boll trainiert. Diese starke Leistung ist aber auch die größte Schwäche des Films, alle anderen Darstellenden werden glatt an die Wand gespielt, ob G. Paltrow, K. O’Leary oder auch F. Drescher.
Ca. 150 Minuten Film klingt auch nach Langeweile zwischendurch, doch mitnichten. Die im wahrsten Sinne des Wortes getriebene Figur des Marty treibt den Zuschauer gleich mit, ohne Atempause. Die Handlung springt förmlich von einer Peinlichkeit ihres Protagonisten zur nächsten. Und plötzlich ist der Film zu Ende. Wie das wars? Schon zu Ende? Selten kam mir ein so langer Film kurzweiliger vor.

Aber auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. Von den Autos, den Kostümen bis hin zu den Gebäuden und Frisuren hat man alles in eine andere Zeit versetzt.
Die Kamera ist stets dynamisch und unterstreicht die Hatz Martys durch sein eigenes Leben, wechselt von der Totalen zum Closeup und wieder zurück oder fängt die Tischtennisspiele so ein, dass sich daraus schon ein ganz eigener Spannungsbogen ergibt.

Ein Gesamtkunstwerk von Film, wie man es selten zu Gesicht bekommt, mit einem schier übermächtigen Hauptdarsteller, was gleichzeitig einer der wenigen Kritikpunkte des Films darstellt.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

Benutzeravatar
MovieMan
Profi
Beiträge: 1132
Registriert: So 14. Okt 2012, 12:02
Wohnort: Hamburger Speckgürtel
Hat sich bedankt: Danksagungen
Danksagung erhalten: Danksagungen

SCREAM 7

#1107 

Beitrag von MovieMan »

Sidney Prescott (N. Campbell) hat ihr Leben in Woodsboro hinter sich gelassen und geht den Leiden einer Mutter in einer neuen Kleinstadt nach während ihr Mann dort den Polizisten gibt. Ghostface, der Killer, taucht plötzlich wieder auf und nimmt Sidney und ihre Familie ins Visier. Bis dahin müssen so einige Einwohner sterben. Hilfe naht in Person von G. Weathers (C. Cox), die ebenfalls noch eine Rechnung mit Ghostface offen hat.

Laaaangweilig? Nö, war es irgendwie dann doch nicht. Ja, das Muster der Reihe bleibt gleich, aber ich halte diesen Teil für einen der besseren. Bei anderen Reihen wie HALLOWEEN, FREITAG DER 13., ICH WEIß, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST, ist das nicht anders. Auch da wiederholt sich vieles.
Spannung wird wie eh und je aufgebaut, mit dem Überraschungsmoment wird genauso gespielt wie mit Licht und Dunkelheit. Trotz einiger dunkler Szenen saufen die Details nicht ab.
Seitens der Story wird der Zuschauer eingeladen mitzuraten, wer unter der Maske steckt. Dazu werden viele Fährten ausgelegt, aber Achtung: auch diverse falsche. Ich zumindest habe nicht richtig gelegen.

7. Auftritt des Ghostface-Killers, der trotzdem recht spannend gelungen ist und mit der Beteiligung von N. Campbell wieder etwas zu seinen Wurzeln zurückkehrt.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

Benutzeravatar
MovieMan
Profi
Beiträge: 1132
Registriert: So 14. Okt 2012, 12:02
Wohnort: Hamburger Speckgürtel
Hat sich bedankt: Danksagungen
Danksagung erhalten: Danksagungen

E.P.I.C. - ELVIS PRESLEY IN CONCERT

#1108 

Beitrag von MovieMan »

Bei den Dreharbeiten zu ELVIS sind dem Regisseur B. Luhrmann vor ein paar Jahren Dokumentaraufnahmen, die wohl als verschollen galten, von Proben und Konzerten des Kings in die Hände gefallen. Daraus hat Luhrmann einen Dokumentarfilm erstellt.

Es kommen keine Schauspieler zu Wort, sondern Luhrmann lässt die Originalaufnahmen sprechen. Die Haupthandlung bilden die Proben sowie späteren Konzerte von Elvis, die er nach seinem Umzug nach Las Vegas in den frühen 70ern dort gegeben hat.
Luhrmann wäre nicht Luhrmann, wenn er nicht auch eine Doku entsprechend aufbereitet hätte. Schon das Universal Logo lässt entsprechend abgeändert keinen Zweifel daran, dass dich der Zuschauer in die Welt des Glitzerns begeben wird. Nachdem der frühe Werdegang Presleys im Schnelldurchlauf abgehandelt wird, widmet sich die Doku recht schnell der Ankunft sowie der Proben und Konzerte des Ausnahmesängers. Zwischendurch werden Interviewausschnitte gezeigt. Alles ist im Originalton gehalten und deutsch untertitelt. Doch auch mit meinem Schulenglisch konnte ich Vieles verstehen, ohne mitlesen zu müssen.

Gezeichnet wird ein Star, der akribisch seine Shows mit der Band vorbereitet und auf der Bühne später ein Feuerwerk abbrennt. Über Seelenempfinden und Motivation geben Interviewausschnitte Auskunft. Es wird kein vollständiges, allumfassendes Bild des Sängers skizziert, aber als Ergänzung hat man ja noch die anderen Filme wie ELVIS oder PRISCILLA.

Absolutes Prunkstück ist die Inszenierung dieser Doku. Man wechselt von den Proben nahtlos in das Konzert hinein und auch wieder zurück. Luhrmann schafft es, eine filmische Dynamik zu entfachen, die dem des Kings in nichts nachsteht.
Die Aufnahmen sind optisch gut aufbereitet, sichtbar alt aber in der Qualität nicht unangenehm zum Anschauen.
Meisterstück ist der Sound. Dieser ist dynamisch, weit und räumlich aufbereitet. Das beginnt schon bei den Proben und setzt sich dann in Formvollendung bei den Konzertmitschnitten fort. Man ist akustisch mit dabei. Und so lässt uns Luhrmann Song auf Song an dem musikalischen Vermächtnis des Kings of Rock’n Roll teilhaben.
Es verbleibt die Sehnsucht, bei einem dieser Konzerte anwesend gewesen zu sein.

Im spärlich besetzten Kino brandete trotzdem nach dem Film starker Applaus auf und die Leute verließen teilweise singend den Raum. Was wäre in einem vollbesetzten Saal möglich gewesen?
Für 96 Minuten hat der King wieder gelebt und uns in seinen Bann gezogen – sein musikalisches Vermächtnis wird ewig leben.

So ziemlich der beste Dokumentarfilm (quasi in Spielfilmqualität), den ich in einem Kino gesehen habe und Luhrmann hat sich damit für mich selbst übertroffen. Absolut, aber auch wirklich absolut sehenswert.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

Benutzeravatar
MovieMan
Profi
Beiträge: 1132
Registriert: So 14. Okt 2012, 12:02
Wohnort: Hamburger Speckgürtel
Hat sich bedankt: Danksagungen
Danksagung erhalten: Danksagungen

SEND HELP

#1109 

Beitrag von MovieMan »

Auf einer Geschäftsreise geraten die beruflich geschasste Linda (R. McAdams) und ihr Chef (D. O’Brian) in eine Notsituation und müssen um ihr Überleben kämpfen, bis Hilfe naht. Eine Verletzung ihres Chefs nutzt Linda aus und verschiebt kurzerhand die Machtverhältnisse. Gegenseitiges Misstrauen beherrscht die Szenerie.

Ein Thriller mit Horrorelementen als eine Art Kammerspiel, das kurzweilig und spannend daherkommt. Maßgeblich sind einerseits die schauspielerischen Leistungen, die hier die Handlungsdynamik entfachen, andererseits das Drehbuch, welches beide Personen schön boshaft rüberkommen lässt und der Geschichte die eine oder andere Wendung verpasst.
Zusätzlich wird ausführlich thematisiert, welche Fehler Chefs und Angestellte schon im gegenseitigen Umgang in der Firma machen und welche Konsequenzen Abhängigkeiten voneinander haben.

Ein kleiner aber feiner und vor allem boshafter Film mit fiesen Szenen – ein Geheimtipp.
Mehr möchte ich nicht verraten, sonst driftet das in Spoiler ab.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

Antworten

Zurück zu „Kino, Film, Fernsehen, Musik“