Ich war im Kino...

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A HAUNTING IN VENICE

#726 

Beitrag von MovieMan »

Um den in Venedig weilenden und sich zur Ruhe gesetzten Meisterdetektiv Hercule Poirot (K. Branagh) aus der Reserve und Ruhe zu locken, überredet die Schriftstellerin Adriane Oliver (T. Fey) Poirot an einer Séance im Anschluss an eine Kinderfeier in einem Waisenheim vor Allerheiligen teilzunehmen. Das eingesetzte Medium (M. Yeoh) sei fantastisch und für Poirot würde es eine Erfahrung werden. Obwohl von solchen Events nicht begeistert und ein solches Unterfangen als Mumpitz bezeichnend, lässt sich Poirot darauf ein. Spannend wird es für den Detektiv erst, als es eine richtige Leiche gibt. Spontan übernimmt er die Ermittlungen. Doch in dem dunklen Gemäuer kann sich auch ein Hercule Poirot seines klaren Verstandes nicht sicher sein.

Dritter Teil der Poirot Reihe von und mit K. Branagh nach einem Roman von Agatha Christie (Halloween Party). Diesmal ist die Story etwas düsterer, mystischer und gruseliger, spielt sie doch fast ausschließlich in einem alten Gemäuer in Venedig in einer stürmischen Nacht. Der Reiz Venedigs als ein solches Set mit seinen kleinen Gassen und dem Wasserzugang sowie der Maskerade wird zwar angedeutet aber bei Weitem nicht so grandios umgesetzt wie in WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN. Dennoch ist für Spannung gesorgt, da sich diesmal Poirot nicht immer seiner Sinne sicher ist und ins mentale Straucheln gerät.
Der Rest ist ein mittelspannendes whodunit mit einem gut aufgelegten Cast, der aber seine Fähigkeiten nicht ausreizt. M. Yeoh hat man mit einer Rolle bedacht, in der sie ihre Fähigkieten nicht ausspielen kann. K. Branagh agiert gewohnt souverän in der Rolle des Poirot. Einzig T. Fey sticht aus der Masse heraus. Dank ihrer Rolle bereitet es ihr sichtlich Spaß, sich auf Augenhöhe mit Poirot zu messen. Ich hatte das Gefühl, dass sie schon fast enttäuscht war, als der Film zu Ende war.
Die Atmosphäre würde ich mit einem alten Edgar Wallace vergleichen. Es herrscht vorwiegend Dunkelheit und eine grundlegend mulmig anmutende Stimmung.
Trotz der Dunkelheit ist das Bild differenziert, Details und Handlung sind immer erkennbar, die Ausleuchtung stimmt. Typisch für die Reihe sind die teils ungewöhnlichen Kameraperspektiven, die auch Einfluss auf den Spannungsbogen nehmen.
Die Spieldauer ist nicht überzogen. Dadurch werden einerseits die Charaktere der Figuren nicht ausgearbeitet, andererseits halten sich Längen in Grenzen bzw. treten erst gar nicht auf.

Durchschnittlich spannender Krimi im H. Poirot Universum mit diesmal düsterer Stimmung.
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RETRIBUTION

#727 

Beitrag von MovieMan »

Einmal soll der vielbeschäftigte Banker Matt (L. Neeson) seine zwei Kinder in Berlin zur Schule bringen. Nach schon anfänglichen Scherereien im Elternhaus vor der Fahrt, setzt sich das Unterfagen nicht besser fort. Matt erhält einen ominösen Anruf, der ihn auf eine Bombe unter dem Sitz hinweist. Er solle nicht Kontakt zur Polizei aufnehmen, kein Insasse dürfe aussteigen und Matt hat den Anweisungen des Anrufers strikt zu folgen. Folglich wird ihm auch vor Augen geführt was geschieht, wenn er sich nicht an die Anweisungen hält. Matt und seine Kinder erleiden eine Tour de Force, hat der Anrufer doch anscheinend jede Situation vorausgeahnt und geplant. Fraglich, ob jemand überhaupt den Wagen lebend wieder verlassen kann.

Wie, das ist doch bekannt? Ja, es gibt ein spanisches Original und bereits einen deutschen Ableger mit STEIG.NICHT.AUS. aus 2018.
Das hält aber Hollywood nicht davon ab, nochmals seine Version nachzuschießen. Gut, mit L. Neeson hat man den richtigen Schauspieler am Steuer und die Geschichte als solches enthält genügend Spannungspotential. Allein die Reduzierung der Handlung, gezwängt in einen Wagen, verpricht Suspence.
Seitens der Kamera ist der Film sehr gut umgesetzt. Die Perspektiven wechseln und die Schnittfolge bringt die Spannung auf Touren. Die Figuren sind einigermaßen glaubwürdig gezeichnet, die Kinder nicht allzu nervig. Zeitweise erinnert die Geschichte in ihrem Aufbau an den 3. Teil von DIE HARD. Der Protagonist wird von Auftrag zu Auftrag gehetzt.
Doch dabei bleibt manchmal die Logik auf der Strecke. Einige Handlungen erschließen sich zum Teil nicht.
Wer aufpasst, kann zu einem bestimmten Zjeitpunkt das Ende/die Auflösung bereits erraten und wenn man dann merkt, dass man richtig liegt, ist zum Ende auch die Spannung flöten. Ob die Auflösung jedem Zuschauer gefällt, wage ich zu bezweifeln.
Dafür wird der Zuschauer mit schönen Impressionen Berlins und einer tollen Werbung für (vorwiegend) deutsche (Luxus)Autos belohnt.

L. Neeson müht sich redlich, aus dem Film etwas rauszuholen, doch stößt er an seine Grenzen bedingt durch die Geschichte.
Das Augenmerk richtet sich auf Spannung und weniger auf Action. Wer Verfolgungsjagden ala FAST & FURIOUS erwartet, wird enttäuscht.

Mäßig spannender Thriller aus Babelsberg mit bekanntem Plot und einem unterforderten L. Neeson.
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SOPHIA, DER TOD UND ICH

#728 

Beitrag von MovieMan »

Der Tod (M. Hosemann) kann auch etwas vermasseln. Eigentlich soll er Reiner (D. Schaad) "abholen". Dieser hat aber nach einer anstrengenden Nacht keine Lust zu sterben und so muss der Tod Plan B auspacken. Dumm nur, Plan B gibt es nicht. Als dann auch noch Reiners Ex, Sophia (A.M. Mühe), auftaucht und an den Geburtstag von Reiners Mutter erinnert, macht sich das ungleiche Trio auf die Reise, Mutter zu besuchen. Doch Gott und Erzengel Michaela haben vorgesorgt. Sie schicken einen zweiten Tod, um den "Fehler" zu begradigen.

C. Hübner führt in dieser Romanverfilmung Regie und füllt auch gleich eine Nebenrolle aus. Die eh schon komische und aus dem Ruder gelaufene Situation spitzt sich weiter zu. Zwar ist die Idee sehr makaber, doch an der einen oder anderen Stelle kann man sich das Lachen nicht verkneifen. M. Hosemann (spielt auch den Chef in der Amazon Serie DIE DISCOUNTER) ist immer kurz vor dem Overacting und bekommt gerade noch so die Kurve bevor es in zuviel Klamauk ausartet. Zusehends wird der Film gefühlvoller. Mit Sprachwitz werden in der zweiten Hälfte Themen wie Sterben, Loslassen, Leben, Hinterbliebene... abgehandelt und man dürfte erkennen, dass so einiges Wahres und Nachvollziehbares geäußert wird - bis hin zu einem berührenden Ende.

Der Humor ist etwas skurril und sehr norddeutsch. Auch die Situation, wie und wer eigentlich den Tod losschickt und was bzw. wer der Tod eigentlich ist, wird super in Szene gesetzt und ist den Film fast allein schon wert.
Vielleicht nicht jedermanns Geschmack und Humor, doch wird hier eine alltägliche und traurige Angelegenheit auch von einer heiteren Seite betrachtet.

Dem Thema entsprechend sieht das Bild aus. Poppig bunte Farben verkneift man sich ebenso wie ein überklares, digitales Aussehen, heißt: entsättigte Farben und viel Filmkorn. Das entspricht der Stimmung und unterstreicht diese jederzeit.

Alle Darsteller geben Feuer und das überträgt sich auf die Zuschauer.

Komisches Drama ohne Schenkelklopferattitüde mit einem sensiblen Thema und einer erfrischenden Herangehensweise.
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TRAUZEUGEN

#729 

Beitrag von MovieMan »

Tobi und die sehr schwangere Ruth wollen ziemlich bald heiraten. Durch ein Missgeschick kann Tobi bei den Vorbereitungen der Feier nicht weiter helfen. So spannt er seinen Freund Jakob, der als karrieresüchtiger Scheidungsanwalt sein Geld verdient sowie die Freundin der Braut, Maria, die als Paartherapeutin arbeitet, ein, die Feier auf die Beine zu stellen. Schnell stellt sich heraus, dass dieses Duo nicht ungleicher sein könnte. Dementsprechend verlaufen die Vorbereitungen auf eine schöne Hochzeitsfeier mehr als chaotisch.

Aus genügend Gelegenheit für sprühenden Witz macht das Drehbuch zu wenig bis gar nichts. Da ist jede Screwball-Komödie Hollywoods aus den 40er/50er Jahren dieser Umsetzung weit voraus. Die Schauspieler mühen sich redlich und zeitweilig hat man das Gefühl, nun starte doch noch eine romantische Komödie, doch zünden will diese nicht so richtig. Es gibt ein paar witzige Szenen, aus den man aber auch hätte mehr machen können. Es fehlt die Lockerheit der französischen Komodie, alles ist irgendwie deutsch, steif und problemorientiert. Auch mit Wortwitz wird gegeizt. Szenen wie gemeinsame Autofahrten bieten sich geradezu an, sich Wortspiele um die Ohren zu hauen, doch davon wird in diesem Film nur in Anfängen Gebrauch gemacht, ohne die Chance dann zu Ende zu führen.
Es hilft auch nichts, einen K. Krömer in einer minimalistischen Nebenrolle einzubauen und dessen Potential völlig zu verschenken. Die Rolle mit dem meisten Witz hat noch eine N. Farooq, die eine snobistische Hochzeitsplanerin vom Feinsten gibt. Lachen kann man auch über die verwirrte, kleptomanische Großmutter. Doch das sind nur kurz eingestreute Szenen.
Wenn die Nebenpersonen bzw. die Nebenhandlung schon besser als die Haupthandlung sind, dann weiß man womit man es storytechnisch zu tun bekommt.
Eine vermeintliche Charakterentwicklung der Figur des Jakob wird an einer Nebengeschichte aufgezeigt, in der selbst eine I. Berben völlig blass bleibt.

Nicht wirklich zündende romantische Komödie mit eigentlich ambitionierten Hauptdarstellern, die ein überaus schwaches und einfallsloses Drehbuch aber nicht wettmachen können.
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ENKEL FÜR FORTGESCHRITTENE

#730 

Beitrag von MovieMan »

Das Rentnerteam Karin (M. Kroymann), ihr Mann Harald (G.M. Halmer), dessen Schwester Philippa (B. Sukowa) sowie Arzt im Ruhestand Gerhard (H. Lauterbach) müssen als Aushilfe im Schülerladen von Philippas schwangerer Tochter Annika heran, weil dieser sonst geschlossen werden würde. Die Teilmnahme erfolgt mehr oder weniger freiwillig, denn jeder der Rentnertruppe hat zusätzlich auch noch eine ganz private Baustelle zu beackern. Das führt nicht unbedingt zu Einigkeit im Handeln.

Zweiter Teil der Komödie ENKEL FÜR ANFÄNGER mit dem gleichen Cast in den Hauptrollen - und ein paar Erweiterungen. Die Story dreht sich wieder um das Aufeinandertreffen der Generationen Jung und Alt, ist aber erweitert um Thematiken wie den Umgang mit gleichgeschlechtlicher Liebe, Bildungssystem und Lebenserwartungen. Die Darstellungsweise bleibt dabei typisch deutsch. Die humorvollen Einlagen und Dialoge hat man teils auch in anderen Produktionen bereits in ähnlicher Weise gesehen, so richtig neu ist das nicht, nur eben jetzt geballt in einer Produktion. Alle Charaktere sind mit ihren Schrullen immer noch liebenswert gezeichnet und der Wille am guten Ausgang der Geschichte bestimmt größtenteils den roten Faden.

Schauspielerisch agieren Kroymann und Lauterbach etwas im Vordergrund, wobei sich in diesem Teil auch eine B. Sukowa mit einer ganz erfrischenden Art weiter nach vorne arbeitet. Die Szenen mit ihr bereiten großes Vergnügen.

Überraschungen (bis auf eine vielleicht) sucht man vergebens, Kenner des ersten Teils können mit der gleichen Erwartung den Film ansehen.
Dennoch ist zu spüren, dass der Cast mit dieser Produkltion noch weiter zusammengewachsen ist - im positiven Sinne.

Humoriges Generationenstück mit gut aufgelegten Altdarstellern.
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THE NUN 2

#731 

Beitrag von MovieMan »

Der Dämon Valak ist zurück und treibt im Gewand einer Nonne erneut sein Unwesen. Diesmal mordet er in Frankreich. Nonne Irene wird mit der Aufklärung beauftragt und findet in der eher ungläubigen Novizin Debra eine treue Begleiterin. Nach und nach offenbart sich, was der Dämon tatsächlich im Schilde führt: Er will sich einer alten Reliquie bemächtigen, die dem Besitzer grenzenlose Macht verleihen würde. Irene nimmt den Kampf gegen den Dämon auf, der jede Person in ihrer Nähe in seinen Bann zieht.

Alte und enge Gemäuer, Dämmerlicht, kleine Gassen und nicht zuletzt ein diabolischer Dämon. Der Film bietet alles, um Grusel ohne Ende zu bereiten. Trotz dieser fast perfekten Voraussetzungen geling das nicht ganz, denn eine fortwährende unheimliche Spannung, die dem Zuschauer zusehends die Kehle weiter zuschnürt, kann nicht aufgebaut werden. Es gibt einige gruseligen Momente und ich hatte 2-3 Mal einen leichten Anflug von Gänsehaut, doch mit der nächsten Szene bzw. mit dem nächsten Kameraschwenk war es auch schon wieder vorbei. Dabei fängt der Film ganz verheißungsvioll an. Mit einem beeindruckenden Feuereffekt wird anfangs ein optimaler Zündfunken gelegt, doch das große sich aufbauende Spektakel bleibt aus. Erst gegen Ende legt man wieder mehr auf die Spannungsschippe. Das hat für eine durchgehend spannende Unterhaltung aber nicht ausgereicht. Wie man das macht zeigen Filme wie RING oder IT FOLLOWS.
Vor allem werden die Leinwandmomente, in der der Dämon als Nonne auftaucht, etwas verschenkt, diese Momente hätte man eindringlicher nutzen können.
Der tief gläubigen Hauptperson eine ungläubige Novizin zur Seite zu stellen, erweist sich indes als kluges Konzept. So bringt das Sinnieren über den Glauben etwas Tiefgang in die Geschichte.

Im Film sind einige gute visuelle Effekte eingestreut. Highlight ist aber der Sound. Hier wird szenenweise im Soundschnitt und -mixing Referenzniveau erreicht. Die Soundsamples sind perfekt dem Geschehen zugeordnet und selbt in Actionszenen bleibt der Sound höchst differenziert. Jedes einzelne Knarzen und Knacken kann deutlich verortet werden. Dabei wird auch die volle Räumlichkeit, die moderne Kinos heute bieten, genutzt. Als Zuschauer ist man mittendrin. Dazu zählt dann in diesen Szenen auch die perfekte Einarbeitung des Scores. Das Bild weggdacht, hätte der Sound des Öfteren allein schon für Grusel gesorgt. Schade, dass das Geschehen auf der Leinwand oft nicht mithalten konnte.

Inhaltlich eher schwacher Dämonengrusel mit einer teilweise referenzwürdigen tonalen Umsetzung.
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WE ARE ZOMBIES

#732 

Beitrag von MovieMan »

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Die woke Gesellschaft hat friedliche Zombies, die ihr Recht auf Teilhabe am sozialen Leben einfordern, als "Living Impaired" (Beeinträchtigte) integriert bzw. ist sie dabei, dieses Vorhaben umzusetzen. Ein Megakonzern versucht, mit den Zombies kriminelle Geschäfte zu machen und ein paar Kleingangster - Idioten vor dem Herrn - geraten da mitten rein, müssen sie doch ihre entführte Oma befreien.

Mal ein ganz neuer bzw. selten genutzter Ansatz, Zombies nicht nur als Hirn und Eingeweide fressende Untote darzustellen. In dieser klamaukigen Satire, die im Humor Streifen wie TUCKER AND DALE VS EVIL nacheifert, ist gar nichts korrekt, schon gar nicht politisch korrekt. Im Storykonzept wurde so mancher ulkiger Einfall umgesetzt, dass es eine wahre Freude ist, dem Treiben auf der Leinwand zuzusehen. Glücklicherweise nimmt sich der Film zu keiner Sekunde ernst. Damit springt das humorige Happening sofort von der Leinwand auf die Zuschauer über. Natürlich fließt Blut, aber die Szenen sind so idiotisch, dass das Lachen deutlich im Vordergrund steht. Und wenn mit der Kreissäge in den eh schon toten Körper hineingesägt wird, bis literweise Blut spritzt, erinnert das nicht von ungefähr an Filme wie Braindead und die berüchtigte Rasenmäherszene.

Auch die Spielzeit zieht man nicht unnötig in die Länge, denn der Inhalt ist in 80 Minuten abgehandelt. Zwischenzeitlicher Leerlauf wird damit komplett vermieden.

Absoluter Funfilm im Rahmen des Zombieuniversums. Einfach nur mal Spaß haben.
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THE EXPENDABLES 4

#733 

Beitrag von MovieMan »

Die Truppe um Barney Ross (S. Stallone) erhält von der CIA über Agent Marsh (A. Garcia) den Auftrag, einen Zünder für eine Atombombe, der von dem Terrorist Rahmat (I. Uwais) aus Libyen gestohlen wurde, zurück zu beschaffen. Im Übrigen sei Rahmat nur ein Handlanger seines Auftraggebers Ozelot, hinter dem Barney schon seit Jahren her ist. Die Mission gestaltet sich schwierig, da es innerhalb der Truppe Verschiebungen gibt, die dazu führen, dass die Leitung von Gina (M. Fox) übernommen wird und Christmas (J. Statham) einen Fehler gemacht hat. Doch die Zeit drängt.

Alte und neue Bekannte schließen sich der Altherrengruppe an, diesmal auch Frauen in Person von Gina und Lash (L. Tran). Trotz Einsatz auch im Kampf bleiben die Frauen aber doch insgesamt blass, da sich die Konzentration fast ausschließlich auf Gina bezieht und es an Ausgewogenheit fehlt. Wenn das der Versuch gewesen ist, jetzt zunehmend auch weibliche Expendables einzubinden oder demnächst eine schlagkräftige Frauentruppe loszulassen, ist dieser misslungen.
Das Storykonzept birgt keine Überraschungen, selbst die Wendung am Ende irgendwie nicht. Besonders tragisch ist, dass der Antagonist Rahmat erschreckend blass bleibt. Mit I. Uwais (u.a. THE RAID) hat man zwar einen choreographisch kampferfahrenen Mimen gewonnen, doch das Drehbuch degradiert in nur zum Statisten und verleiht der Figur null Charaktertiefe. Insofern wird zwischen Protagonist und Antagonist nicht genügend emotionaler Unterschied aufgebaut, der im Duell die Spannung aufbaut und den Zuschauer mitfiebern lässt. Das ist mit so einer Schweinebacke wie M. Gibson im 3. Teil wesentlich besser gelungen. Auch aus der von T. Jaa verkörperten Figur hätte man nach verheißungsvollem Beginn wesentlich mehr herausholen können.
Letztendlich hat man es mit einer Altherrenriege zu tun, die nochmal einen draufhaut. Die Action stimmt ziemlich und bietet ordentlich Geballer, Explosionen und Blut. 80er Jahre mäßig geht es schön dreckig zu. Die Frotzeleien zwischen den Stars sind auch 80er Style und heute nicht mehr von dieser Welt. Jüngere Zuschauer sollten zu diesem Humor weniger Zugang haben, ältere Semester wird es vielleicht erfreuen und in Nostalgie der 80er Actionfilme schwelgen lassen.

Unangenehm fallen die CGI Effekte auf, die zum Teil, mehr als deutlich sichtbar daherkommen. Nicht selten sieht man, dass vor einer Greenscreen gefilmt und der Hintergrund nachträglich eingefügt wurde. In dieser Deutlichkeit und in Anbetracht der heutigen technischen Möglichmkeiten wirkt das stümperhaft und ist ein Ärgernis. Das lässt auf ein sehr begrenztes Budget schließen.

Gut hingegen ist der Ton. Dieser schallt druckvoll mit ordentlich Wumms und einer guten Räumlichkeit aus den Lautsprechern. So macht Action akustisch Spaß. Selbst die Höhen sind gut abgemischt, was bei solchen Filmen nicht immer der Fall ist.

Altherrenaction im 80er Gewand mit gealterten Schauspielern, ok umgesetzter Action aber einer einfallslosen Geschichte.
Ich fürchte, Barneys Truppe muss in Rente.
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BIRTH/REBIRTH

#734 

Beitrag von MovieMan »

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

Die alleinerziehende Pflegeschwester Celie muss einen harten Schicksalsschlag verkraften, ist doch ihre Tochter gestorben. Zu dieser Zeit forscht die Mitrabeiterin der Leichenhalle, Rose (M. Ireland), an Toten. Das Schicksal führt beide Frauen zusammen.

Das Thema der Wiedergeburt wurde schon unendliche Male in Filmen umgesetzt, sei es als Drama (FRANKENSTEIN), als Horror (REANIMATOR oder FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE) oder nun in diesem Film. Die Machart ist fast wissenschaftlich/dokumentarisch, eingebettet in einen Thriller. Es ist ein eher ruhiger Film, es fließt wenig Blut und der visuelle Horror hält sich stark in Grenzen. Der Horror ensteht in der Vorstellung des Zuschauers, was es denn bedeutet, was man da sieht. Der Focus des Films liegt jedoch nicht nur auf der Machbarkeit im Rahmen der Wissenschaft sondern auch darauf, welche Veränderungen diese Möglichkeiten an den Handelnden selbst bewirken.
Auf jeden Fall hat man nach dem Film Diskussionsstoff.

Schauspilerisch muss man M. Ireland extra erwähnen. Sie spielt die Wissenschaftlerin mit einer solchen Intensität, dass man es einerseits mit der Angst vor den Auswüchsen ihres Schaffens und andererseits Mitleid mit ihr bekommt.

Ganz starkes und intensives Kino, mal wieder eine richtige Empfehlung. Ein Starttermin für Deutschlad steht meines Erachtens noch nicht.
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VERMIN

#735 

Beitrag von MovieMan »

Ein Film im Rahmen des Fantasy Filmfestes.

In einer französischen Betonburg lebt Kaleb mit seiner Schwester in einer Wohnung. Die Gegend ist sozialer Brennpunkt und Kaleb verdingt sich sein Auskommen mit dem Verkauf von Sportschuhen. Sein außergewöhnliches Hobby, die Pflege exotischer Tiere, hat er in Andenken an seine verstorbene Mutter immer weiter ausgebaut. So nimmt er auch eine Spinne mit nach Hause. Dumm nur, dass das blöde Vieh entfleucht und den Block mit seiner Brut unsicher macht - und mit unsicher meine ich unsicher.

Genau der richtige Film für Arachnophobiker. Nach TARANTULA, ARACHNOPHOBIA und ARAC ATTACK nun ein neues Werk in der Welt des Spinnenhorrors.
Der Film nimmt sich nach einem sehr spannenden Anfang dann Zeit, sich zu entwickeln und ist zunächst auf die Situation der Protagonisten im Wohnblock gerichtet. Ab gut Mitte der Spielzeit bricht dann vollends der Horror los.
Die Krabbler haben zunächst nachvollziehbare Größe. Das fand ich am gruseligsten, denn die Darstellung der Achtbeiner war sehr real. Ob man dazu echte Exemplare genutzt hat, weiß ich nicht. Im letzten Drittel übertreibt man dann doch wieder, sodass man den Film dann nicht mehr ernst nehmen kann. Das hat man damals in dem Film MÖRDERSPINNEN besser gelöst, als man die Spinnen ihre natürliche Größe behalten ließ.
Dennoch hatte ich gerade in den ersten beiden Dritteln ganz schönes Unbehagen, kann ich die Dinger doch selbst nicht leiden. Bei uns werden die Spinnen tierfreundlich von meiner Frau aus der Wohnung gebracht :D .

Wer also mit den Krabbeltieren nicht viel anfangen kann, weil sie einem unheimlich erscheinen, etc., ist hier genau richtig, denn der Grusel ist dann schon vorprogrammiert.
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THE CREATOR

#736 

Beitrag von MovieMan »

In nicht allzu fernerner Zukunft lebt die KI mit den Menschen Seite an Seite. Doch es gibt Teile der Menschheit, die der KI vorwerfen, die Menschheit unterdrücken bzw. gar vernichten zu wollen. Joshua wird mit Elitesoldaten damit beauftragt, eine Waffe, die von einem ominösen Schöpfer stammt und entweder den Krieg beenden oder die Auslöschung der Menschheit bewirken kann, in die Obhut der Menschen zu bringen. Erst nach und nach offenbart sich, was es mit der Waffe auf sich hat und wie sehr Joshua eigentlich persönlich in seinen Auftrag verstrickt ist.

Das ist schon starker Tobak, den man hier zu sehen bekommt - im positiven Sinn. Ein brandaktuelles Thema (KI) wird hier von einer ganz anderen Seite seziert und der Inhalt wirft elementare Fragen in viele Richtungen um das Thema auf. Gefallen hat mir, dass die KI nicht ausschließlich positiv oder negativ dargestellt wird. Der Zuschauer erhält genügend Gelegenheit, sich selbst eine Meinung zu dieser Thematik zu machen. Differenzierte Denkanstöße gibt es genügend. So erhält der vordergründig als Actiondrama konzipierte Film auf der Metaebene noch eine weitere, tiefere Bedeutung.

Hervorzuheben ist die visuelle Tricktechnik. Wie immer sind mehrere Effektstudios an dieser Großproduktion beteiligt gewesen, allen voran: ILM.
Und was die stellenweise auf die Leinwand gezaubert haben, ist schlicht atemberaubend. Die Roboter mit den menschlichen Gesichtern ist nicht anzumerken, dass sie einer Tricktechnik entstammen. Das geht in die Richtung von der Darstellungsweise der Androidin in EX MACHINA, nur mit wesentlich mehr Charakteren gleichzeitig.
Dagegen fällt die futuristische Darstellung der verschiedenen Stätten oder der Bildhintergründe leider etwas ab, jedoch noch alles auf hohem Niveau.
Von manchem Setting her erinnert der Film auch an DISTRICT 9, nur nicht im Staub sondern an die ostasiatischen Küsten verlegt.
Der Ton hätte indes noch räumlicher sein dürfen, insbesondere in den Actionszenen.

Schauspielerisch hält sich hier die Mittelklasse auf. Es stehen weniger die Dialoge als die vorherrschende Thematik im Vordergrund.
Die inhaltliche Ausarbeitung gibt der Thematik nur ein Gewand, um in der Außendarstellung zu funktionieren.

Schöne Scifi-Perle mit hoch aktuellem Thema, konzeptionell gut ausgearbeitet bei sehr guten visuellen Effekten in der KI-Darstellung.
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WOCHENENDREBELLEN

#737 

Beitrag von MovieMan »

Der junge Jason (C. Andresen) ist Autist und seine Erziehung/Betreuung ist enorm nervenaufreibend bzw. zeitaufwendig. Nachdem sich die Schwierigkeiten in der Schule mehren, schließt Vater Mirco (F.D. Fitz) ein Abkommen mit seinem Sohn. An den Wochenenden soll Jasons Lieblingsfußballverein durch den Besuch der Spiele der 1. bis 3. Liga gesucht werden. Dafür ist Jason auch bereit, hin und wieder über seinen Schatten zu springen. Niemand - außer Opa Gerd (J. Krol) vielleicht - hätte geahnt, auf was sich Mirco da eingelassen hat.

Autistendrama basierend auf einer wahren Geschichte. Dem Film ist anzumerken, das Thema Autismus von allen Seiten beleuchten zu wollen. So wirkt das Geschehen manchmal etwas angestrengt. Dem jungen Schauspieler C. Andresen ist unterdessen eine wahnsinnig innige Performance geklungen, die sehr an H. Zengel aus SYSTEMSPRENGER erinnert. Der Junge trägt den Film fast allein. In seinem Wirken gibt er sich authentisch und ich hatte nie Zweifel, dass sich die Behinderung so äußern kann wie sie hier dargestellt ist. Dabei ist selbstverständlich, dass sich Autismus bei jedem anders darstellt und die Nuancen vielfältig sind.
Der Film schafft dennoch auf unterhaltsame Weise die Behinderung zu erklären, so wie es D. Hallervorden im Film HONIG IM KOPF mit der Demenz gemacht hat. Erklärungen bauen Berührungsängste mit der Behinderung bzw. den Betroffenen ab und tragen zum gegenseitigen Verständnis bei, welches dringend notwendig ist, die Behinderten in die Gesellschaft zu integrieren. Auch diese Außenseiterproblematik fasst der Film an.
Insgesamt wirkt der Film glücklicherweise nicht ganz so düster und destruktiv als z.B. der oben erwähnte SYSTEMSPRENGER.

Und am Ende ist tatsächlich auch Entwicklungspotential zu beobachten, wenn auch nur in leichter Weise. Das macht jedoch Mut, den Betroffenen sowie auch dem Umfeld.

Unterhaltsamer und teils aufwühlender Beitrag nach wahrer Begebenheit zum Thema Autismus mit einem super Jungdarsteller in der Hauptrolle.
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DER EXORZIST: BEKENNTNIS

#738 

Beitrag von MovieMan »

Victor hat ein schweres Los zu tragen. Er muss seine Tochter Angela allein erziehen.
Eines Tages verschwindet Angela mit ihrer Freundin Katherine im Wald. Nach ihrem Auftauchen sind die Mädchen seltsam verändert. Nach und nach zeigen sie Spuren und Verhalten von Besessenheit. Sowohl Kirche als auch andere erfahrene Personen werden zu Hilfe gerufen. Mangelnder Glauben und Zwistigkeiten untereinander erschweren den Exorzismus.

1973 legte W. Friedkin mit dem Film THE EXORCIST einen Kinomeilenstein hin. Die Effekte waren bahnbrechend, ebenso wie die Maske und nicht zuletzt die Darstellungsleistung von L. Blair. Oft hat man den Film versucht zu kopieren, niemlas gelang das so wirklich, da das Original m.E. bis heute unerreicht ist.
Unheimlich war vor allem die Einbindung einer optischen Teufelsdarstellung für Sekundenbruchteile, für das Publikum kaum wahrnehmbar, aber unterschwellig Unbehagen verbreitend.

Nicht so richtig als offizieller Nachfolger der Reihe aber im gleichen Fahrwasser befindet sich dieser Film. Und siehe da, man hat Einiges aus dem Original übernommen.
Neu ist, dass der Teufel sich durch zwei gequälte Seelen gleichzeitig "verkörpern" lässt, somit sind auch zwei Familien involviert. Das wird dazu genutzt, noch mehr Auseinandersetzungen untereinander darzubieten, sodass Einigkeit im Verfolgen des eigentlichen Ziels weit in die Ferne rückt. Grundsätzlich kann man einen solchen Umstand auch auf die heutige Gesellschaft übertragen, insofern schwingt eine gehörige Portion Kritik an der Gesellschaft mit.

Tricktechnisch bedient man sich auch am Original. Die Masken aber sind zeitgemäß besser gelungen. Was die Suggestion des Unheils angeht, hat man aber diesmal leicht übertrieben.
Der Score ist gut eingesetzt. Mit seinen aus der Art gefallenen Klängen, die zeitweise disharmonisch auf mich gewirkt haben, bsonders im Abspann, unsterstützt der Sound das Unheilvolle.
Schauspielerisch bewegt sich alles im geordneten Mittelmaß. Kenner des Originals werden sich trotzdem freuen.

Insgesamt verströmt die Geschichte nicht den blanken Horror, jedoch wird eine unheimliche Atmosphäre kreiert, die leider nicht durchgängig gehalten werden kann.

Fans des Originlas dürfen gern mal einen Blick riskieren, auch wenn dieser Film nicht an das Original heranreicht, bekommt man einen soliden Exorzistenfilm zu sehen, der leider nicht durchgehend die Atmosphäre halten kann.
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THE LOST KING

#739 

Beitrag von MovieMan »

Philippa (S. Hawkins) ist kränklich, schüchtern, geschieden und alleinerziehend. Während einer Theatervorstellung "verliebt" sie sich in die Figur des Königs Richard III. Diesem habe man in der Geschichte übel mitgespielt, gilt er nach ihren Recherchen zu Unrecht als Thronräuber. Seine Gebeine sind verschollen, ein königliches Grab wurde ihm verwährt. Diese Umstände wecken den Gerechtigkeitssinn Philippas. Gegen alle Strömungen ist sie bestrebt, den Leichnam des Königs zu finden, damit ihm der Respekt gezollt werden kann, der ihm gebührt. Je mehr Widerstände es bei dem Vorhaben zu überwinden gilt, desto mehr wächst Philippa über sich hinaus.

Die Geschichte ist eingentlich zu schön um wahr zu sein. Aber es ist so.
Herauszuheben ist die Darstellung der Philippa von S. Hawkins. Die zierliche Hawkins spielt die Rolle mit einerseits einer so hohen Schüchternheit und fast Zerbrechlichkeit und andererseits mit so einem Durchsetzungswillen, dass die Performance schon fast an die unvergessenen Darstellungen einer A. Hepburn heranreichen - zumindest dicht davor zu sein.
Durch die Performance wird dem Begriff einer Passion schon fast ein neues, aktuelles Gesicht gegeben.
Durch den geschichtlichen Hintergrund ist der Film einfühlsam und berührend. Wie bei jeder David gegen Goliath Story fiebert der Zuschauer regelrecht mit der Hauptakteurin mit.
Dadurch wird auch ein gewisses Spannungsmoment gesetzt, das kontinuierlich ansteigt und sich am Ende dann emotional entlädt.

Emotional berührende Geschichtsstunde mit einer herausragenden, oscarwürdigen Hauptdarstellerin.
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CATCH THE KILLER

#740 

Beitrag von MovieMan »

In Baltimore geht in der Silvesternacht ein unheimlicher Schütze um, der scheinbar wahllos Leute umbringt. Die psychisch vorbelastete Polizistin Eleanor (S. Woodley) verbeißt sich zusammen mit dem Ermittler des FBI, Lammark (B. Mendelsohn), in den Fall. Die Ermittlungen sind nicht einfach und zusätzlich sind sie von politischem Zeitdruck geprägt. Neue Morde geschehen.

Der Thriller bewegt sich irgendwo zwischen DER ZODIAC KILLER und DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER. Im Vordergrund steht die Profilerstellung des Täters sowie die Ermittlungsarbeit unter Druck einerseits und der Ohmacht der Bevölkerung andererseits, die wie die Ermittler auch ständig der Gefahr ausgesetzt sind, das nächste Opfer des Killers zu werden. Augenmerk wird auch auf die Rängeleien zwischen Politik, Polizei und FBI gelegt.

Konzeptionell verlässt man die heute übliche Hetzjagden durch irgendwelche Gegenden. Dieser Thriller ist eher oldschool. Der Spannungsaufbau ist bedächtig, wie auch die Möglichkeiten des Ermittlerteams, welches im Dunkeln tappt und nur durch harte Recherche Schritt für Schritt weiterkommt.
Man verzichtet auf Blutfontänen, etc., obwohl das Gezeigte schon Horror genug ist.
Die Vorstellung einer solchen Situation, dass wir im wahren Leben dieser hilflos ausgesetzt sind/wären, verbreitet beim Zuschauer den wahren Horror und dreht dadurch die Spannungsschraube nach oben.
Die Entscheidung, auf Übersteigerungen zu verzichten, lässt den Film authentisch wirken (leider).

Im Duo überzeugen auch die Darstellungen von Woodley und Mendelsohn. Die teilweise nüchterne Zurückhaltung trotz der inneren Aufgebrachtheit ob der schrecklichen Taten lassen auch die Figuren authentisch wirken.

Spannender Thriller um einen Serienmörder, wohltuend bodenständig und nachvollziehbar dargebracht.
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FREELANCE

#741 

Beitrag von MovieMan »

Eigentlich Soldat verdingt sich Mason (J. Cena) sein Geld als nicht erfolgreicher Anwalt. Die Ehe läuft schlecht und so ist Mason froh, dass er einen Auftrag als Personenschützer der Journalistin Claire (A. Brie), vermittelt von seinem ehemaligen Kameraden (C. Slater), erhält. Claire soll den Autokraten und Schurken Venegas interviewen, mit dem Mason noch eine Rechnung offen hat. Die Beteiligten geraten in die politischen Wirren des Schurkenstaates.

Actionkomödie mit einem Touch Politik. Mit gutem Willen kann man dem Film abgewinnen, dass er das Handeln von Schurkenstaaten von mehreren Seiten beleuchten will. Das gelingt aber nicht so ganz, wenn man als Zuschauer nicht mental und emotional komplett Abstand von dem Film nimmt, um die sachlichen Aussagen der Geschichte in einen vernünftigen Kontext einordnen zu wollen.
Bei diesem Ansinnen wäre aber die Unterhaltung in dem Augenblick weg, wo man sich innerlich mit den politischen Aussagen des Films auseinandersetzt.
Bleibt man bei der Unterhaltung, nimmt man eine Geschichte wahr, die vordergründig das Handeln von Autokraten rechtfertigt und billigt, was in diesen Zeiten inhaltlich einen mehr als faden Beigeschmack hinterlässt.
Grund ist, dass man den Versuch unternommen hat, dem Antagonisten einen tieferen, differenzierten Charakter zu verleihen. Versuchen ist aber nicht tun bzw. erfolgreich umsetzen.

Und mittendrin bewegt sich mit Spielfreude jedoch hölzern J. Cena als leidgeprüfter Bodyguard.
Die Action ist ok, überzieht am Ende dann doch ordentlich und löst die Geschichte US-typisch patriotisch auf.

Mäßige Actionkomödie ohne Überaschungen, die mehr will als sie kann und unter den selbst auferlegten Ambitionen leidet. Dann doch lieber platt und klischeehaft.
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FEARLESS FLYERS

#742 

Beitrag von MovieMan »

Die Firma Fearless Flyers bietet Fluggästen mit Angst vor dem Fliegen einen Intensivkurs zur Bewältigung an, welcher mit einem Übungsflug endet.
Doch bei der bunt zusammengesetzten Gruppe geht ziemlich viel schief und der Übungsflug wird zum Desaster.

Als ich die Inhaltsangabe über diese europäische Co-Produktion gelesen habe, freute ich mich auf eine gutlaunige Komödie mit zugegebenermaßen auch einer Portion Schadenfreude.
Diese Erwartungen sind jedoch nicht in Gänze erfüllt worden. In die Geschichte über Menschen mit ihrer persönlichen Angst hat man zudem für jeden Beteiligten eine "Nebenhandlung" eingebaut, die zwar dem Charakter eine gewisse Tiefe verleiht und die Figur aus ihrer Anonymität holt, doch mit dem eigentlichen Thema der Flugangst nicht mehr viel gemein hat.
Diese "Nebenhandlungen" nehmen im Laufe des Films soviel Handlungsspielraum ein, dass das Hauptthema in den Hintergrund gerät. Nur im ersten Drittel geht es direkt um die Angst vor dem Fliegen, die restliche Spielzeit eher darum, wie andere persönliche Schwierigkeiten überwunden werden, welche nur noch einen losen Zusammenhang mit dem Titelthema aufweisen.
Die Situationen, in die die Protagonisten stolpern sind absurd bis wirr. Es hat manchmal den Eindruck, als hätte man den Film mit Einfällen überfüllen wollen, um keine Minute Leerlauf zu haben.
Dennoch ist der Film im ersten Drittel ziemlich (still) amüsant, wenn man nicht selbst unter Flugangst leidet. Selbstverständlich ist es moralisch fragwürdig, sich über das Leiden von Menschen zu amüsieren. Das muss jeder Kinogänger für sich selbst entscheiden, ich hatte stellenweise meinen Spaß.

Die schauspielrischen Leistungen sind ok, die Angstausbrüche sind teils nachvollziehbar dargestellt, teils aber auch übersteigert, was natürlich der Dramatik eines Unterhaltungsfilms geschuldet ist.

Im ersten Drittel spaßiges Vergnügen, welches sich mit fortlaufender Spielzeit vom eigentlchen Thema mehr rund mehr abwendet.
Für wirklich an Flugangst leidende Zuschauer eher eine Tortur oder aber die günstigste Therapiestunde.
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DOGMAN

#743 

Beitrag von MovieMan »

Doug, der eine schwierige Kindheit hatte, wird nachts von der Polizei in einem Transporter voller Hunde gestellt. Auf dem Revier verschafft man ihm Kontakt zur Polizeipsychologin Evelyn. Er beginnt häppchenweise seine Geschichte zu erzählen. Dabei wird klar, dass gewisse Gemeinsdamkeiten zwischen beiden bestehen.

Mir fällt schwer, den Film irgendwie in eine Schublade zu pressen, was andererseits auch gut ist, denn es macht ihn dann nicht unbedingt vergleichbar.
Während ich manchen Filmen vorwerfe, sich nicht klar zu definieren, ist das bei dieser Geschichte anders. Luc Besson hat eine Geschichte kreiert, die vieles sein kann, aber nicht muss. Ich selbst habe Drama, Thriller, Krimi, Film Noir, Horror, Tragödie und sogar einen Liebesfilm gesehen/gefühlt.
Besson schafft mit der Inszenierung einen Mix aus verschiedenen Genres und feiert damit die Vielfältigkeit des Lebens.

Meine Faszination für das Werk ist einerseits auf die Art der Inszenierung zurückzuführen. In den Rückblenden gibt es viele Szenen, von denen man heute erwarten würde, dass sie mit einem Höchstmaß an Action verknüpft sind. Doch wider Erwarten gibt Besson dem nicht nach. In aller Ruhe lässt er seinen Protagonisten seine Geschichte erzählen. Andereseits imponiert das Missverhältnis zwischen der Feinfühligkeit/Verletzbarkeit des Protagonisten zu seinen durchdacht ausgeführten Handlungen, in denen ein Begriff wie Zimperlichkeit höchst fehl am Platze wäre.
Geschaffen wird eine berührende, intensive Atmosphäre, die einen mit dem Hauptcharakter mitfiebern lässt - bis hin zum konsequenten, emotionalen Ende.

Unterstützt wird die Handlung durch eine Kameraführung, welcher die Liebe zum Detail innewohnt. Die Kamera passt sich der erzählerischen Langsamkeit und Dichte der Geschichte wie ein Maßanzug an und schafft damit eine Symbiose des gesprochenen Wortes mit der bilderhaften Ästhetik.
Auch die ausgesuchten Musikstücke, die in den Film eingebaut sind, hat Besson auf die Handlung fein abgestimmt, die Gefühle des Publikums manipulierend in eine bestimmte Richtung lenkend.

Ein packendes Kinofeuerwerk, welches durch Konzeption, Erzähldichte und eine seltsame Ruhe und Unaufgeregtheit zielstrebig seinem Höhepunkt zusteuert und dem Publikum einen individuellen emotionalen Interpretationsspielraum überlässt. Mich hat kaum ein Film in letzter Zeit so angefasst wie dieser. Für mich schon einer der besten Filme dieses Jahres.
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KILLERS OF THE FLOWER MOON

#744 

Beitrag von MovieMan »

Auf dem Gebiet der Osage Nation in den USA der 20er Jahre wird eine Menge Öl gefunden. Da den "Indianern" das Land gehört, können sie das Öl sehr gewinnbringend verkaufen. So leben im Örtchen Fairfax weiße Siedler sowie "Indianer" zusammen und man hat sich arrangiert. Doch da wo Geld ist, ist auch Macht. William Hale (R. De Niro) hat seinen Einfluss am Ort ausgebaut und sein Neffe Ernest (L. DiCaprio) soll ihm unter die Arme greifen. Doch friedlich ist die Gegend keinesfalls. Es mehren sich die (teils mysteriösen) Todesfälle unter den Osage. Das ruft das FBI auf den Plan.

Kinoepos eines Spätwesterns von Martin Scorsese nach wahrer Begebenheit und mit gewaltiger Überlänge (ca. 3,5 Stunden-ggf. ohne Pause). Wer jetzt an Filme wie WER MIT DEM WOLF TANZT denkt und Ähnliches erwartet, irrt gewaltig. Das Werk wirkte auf mich den ganzen Film über kaum wie ein Spielfilm, eher wie eine überlange Dokumentation in Geschichtsform. Das hat mich irritiert und ich habe ein paar Tage benötigt, um zu erfassen, warum ich das so empfunden habe. Für mich bin ich zur Erklärung gelangt, dass ich keine Beziehung zu den Figuren aufbauen konnte.
Trotz einer hervorragenden schauspielerischen Performance der meisten Darsteller, hat mich das Schicksal der Figuren seltsam kalt gelassen. Ich fühlte mich nicht dabei sondern nur sachlich beobachtend außen vor. Das hat bis zum Ende des Films auch angedauert. Ein wenig habe ich mit der weiblichen Hauptfigur, Mollie, mitgefiebert. Aber das reichte nicht aus, mental in den Film abzutauchen und emotional ein Teil der Geschichte zu werden.

An den schauspielerischen Leistungen lag es mitnichten. De Niro, DiCaprio und L. Gladstone liefern herausragende Performances ab. Gerade De Niro erlebt quasi ein fulminantes Comeback als Darsteller, nach den ganzen letzten Klamotten, die er ablieferte. Auch DiCaprio agiert gewohnt souverän. Bis hin in die Nebenrollen ist der Film mit z.B. J. Plemons und B. Fraser sowie J. Lightgow sehr gut besetzt und die Akteure wissen zu gefallen.
Doch aus o.g. Gründen zündet die Geschichte nicht wie es sollte.

In vielen anderen Filmen hat Scorsese bewiesen, dass er historischen Stoff bzw. Geschichten, in denen Politik, Macht und Gier eine führende Rolle spielt, verfilmen kann (z.B. GOODFELLAS, THE WOLF OF WALL STREET, DEPARTET - UNTER FEINDEN und GANGS OF NEW YORK), und alles waren herausragende Werke, die mich in den Bann gezogen haben. Doch dieser Film überwindet auf seltsame Art nicht die Distanz zu mir.
Vielleicht liegt es nur an mir - oder am Inhalt, obwohl ich solchen Geschichten eigentlich immer viel abgewinnen kann.

Auch mit einem Score hält man sich zurück. Außer indiannischen Klängen (gerade im Abspann), bietet der Film nicht viel wahrnehmbare Musik als Untermalung.
Das unterstreicht für mich auch eher das Dokumentarische und fühlt/hört sich nicht wie Spielfilm an. Passend dazu der persönlich mahnende Zeigefinger von Scorsese.

Langweilig fand ich das Geschehen auch nicht, etwas kürzere Spieldauer wäre auch ok gewesen, aber aufgrund der Zeitsprünge in der Geschichte konnte zusammen mit dem Schicksal von Mollie noch etwas andauernde Spannung aufgebaut werden.

Sicherlich ein Epos, doch eines, welches mich irritiert und distanziert zurückließ und dennoch durch eine aufrechtgehaltene Spannungskurve keine richtige Langeweile aufkommen ließ. Irgendwie weiß ich immer noch nicht recht, was ich davon halten soll.
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EIN FEST FÜRS LEBEN

#745 

Beitrag von MovieMan »

Hochzeitsplaner Dieter (C.M. Herbst) bietet exklusive Hochzeitsfeiern an. Doch schon länger fühlt er sich hinsichtlich der Wünsche seiner Kunden ausgelaugt und der Stress mit den Mitarbeitern setzt ihm auch zu. Und nun geht bei einer von ihm organisierten Feier auch noch alles schief. Es muss gerettet werden, was zu retten ist.

Deutsches Remake der französischen Komödie DAS LEBEN IST EIN FEST, hier mit der deutschen Comedyallzweckwaffe C.M. Herbst. Zwar grantelt sich Herbst auch diesmal durch den Film, zeigt aber eine unerwartet weiche, emotionale Seite. Das bewirkt, dass die deutsche Umsetzung sogar vom Feeling an die Leichtigkeit des französischen Originals herankommt, ohne dieses jedoch ganz zu erreichen.
Auch der Cast hat seinen Verdienst am Gelingen des Films. Spielfreude strömt den Akteuren aus allen Poren, sodass sich dieses Engagement auch auf den Zuschauer überträgt. Ja, der Humor ist natürlich deutsch, doch sonst würde der Film auch nicht gelingen und es schadet ja auch nicht, mal über sich selbst zu lachen.
Amüsante Momente gibt es genug, die Konzeption ist fast schwungvoll und es ergeben sich so gut wie kaum Leerläufe, da die Nebenfiguren auch in die Geschichte einbezogen werden und sich dadurch mehrere Nebenhandlungen ergeben. Damit liegt der Fokus nicht ganz so offensichtlich auf der Hauptrolle, auch wenn die Figur des Dieter den Film wie einen roten Faden trägt.

Gut kopiert ist besser als schlecht selbst gemacht und daher haben die Zuschauer hier gute eineinhalb Stunden Vergnügen.
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TROLLS 3 - GEMEINSAM STARK

#746 

Beitrag von MovieMan »

Poppy und Branch sind sich näher gekommen. Die Welt ist bunt und fröhlich bis ein Verwandter von Branch auftaucht. Es stellt sich heraus, dass ein Familienmitglied in der Hand der Bösewichte Velvet und Veneer ist und gerettet werden muss. Dabei muss sich Branch auch mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Poppy steht ihm zur Seite.

Der 3. Teil der Trollgruppe entführt uns in die Zeit der Boy- und Girlgroups in den 90ern. Die Geschichte ist wie ein Musical aufgemacht. Mit Boygroupsound hämmern bunteste Bilder wie in einem wilden Videospiel auf den Zuschauer ein, keine Angst, alles kindgerecht. Doch bunter und schriller geht es kaum. Mit den deutschen Sprechern L. Meyer-Landrut und M. Forster sind die Hauptfiguren dann auch passend und gesanglich gut besetzt. Teils wirkt der Films wie ein überlanger bonbonbunter Videoclip.
Die Charaktere sind wieder fröhlich gezeichnet, selbst Branch brummelt nicht mehr ganz so herum. Die Geschichte vermittelt Partylaune, sodass annähernd bedrohlich wirkende Sequenzen ihren Schrecken (aus Sicht der kleinsten Zuschauer) schnell verlieren.
Die Macher hatten schöne Einfälle was die Darstellung der Figuren angeht. Alles ist so bunt wie in den ersten zwei Teilen. Die Animation hat sich auch nicht geändert.

Gute-Laune-Animationsspaß für die ganze Familie mit dem Boygroupsound der 90er und sogar einem neuen NSYNC-Titel. Party, Party....
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ONE FOR THE ROAD

#747 

Beitrag von MovieMan »

Der nach eigenem Ermessen Genuss- und Partytrinker Mark (F. Lau) muss seinen Führerschein wiedererlangen. Im Vorbereitungskurs für die MPU lernt er Helena (N. Tschirner) kennen, zu der er eine lockere Beziehung aufbaut. Doch je näher der MPU-Termin rückt, desto mehr muss Mark an sich arbeiten, um seine eigentlich ja gar nicht vorhandenen Probleme in den Griff zu bekommen.

Trinkertragödie mit einem herausragend aufspielenden F. Lau. In Interviews versichert, dass die Dreharbeiten "trocken" abliefen, gibt er hier den uneinsichtigen Alkoholiker mit einer Überzeugung als hätte der Schauspieler selbst jahrzehntelang an der Flasche gehangen. Dabei ist der Film gleich so gestrickt, dass inhaltlich nichts beschönigt wird. Entfernt kann ich ihn in seiner brutalen Aussage mit einem CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO vergleichen, ohne dessen drastische Bilder. Im Vordergrund steht der Umgang mit dem Genussmittel sowohl aus Sicht des Trinkers als auch aus Sicht der Freunde, Arbeitgeber, etc.
Das Ende hat mich dann aber doch wieder etwas irritiert, ich hätte mir inhaltlich ein anderes gewünscht. Aber mit einem Filmende ist das ja immer so eine Sache. Es gefällt oder eben nicht - ganz in der jeweiligen Betrachtungsweise des Zuschauenden und dessen eigene Erwartung sowie Stimmung.
N. Tschirner hat mir in diesem Film auch sehr gefallen. Sie hat ihre Spielweise, die ja manchmal etwas overdrived ausfällt, zugunsten ihres eigentlichen Könnens zurückgeschraubt und ergänzt sich mit F. Lau ganz hervorragend und lässt seiner Hauptrolle und seinem Spiel den notwendigen und auch gebührenden Platz.

Wer hier aufgrund der Darstellernamen eine Komödie erwartet, liegt völlig falsch, wird jedoch mit einer sehenswerten Tragödie aus dem Trinkermillieu belohnt, mit einem grandios aufspielenden F. Lau.
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FIVE NIGHTS AT FREDDY'S

#748 

Beitrag von MovieMan »

Mike (J. Hutcherson) nimmt in seiner Not einen Job als Nachtwächter in einem geschlossenen und verfallenden Familien-Pizzarestaurant an, um den Unterhalt für sich und seiner kleinen Schwester Abby zu sichern. Während der Tätigkeit nachts muss er sich seinen Visionen aus der Vergangenheit erwehren bzw. stellen. Einerseits macht ihm die Umgebung mit den komischen animierten Figuren das Arbeitsleben schwer, andereseits erhält er Zuwendung von der jungen Polizistin Vanessa. Doch die Nächte in dem alten Gemäuer setzen ihm immer mehr zu.

Man glaubt es kaum, aber es handelt sich um eine Umsetzung eines sehr bekannten Videospiels mit Kultstatus, was anscheinend nur ich nicht kenne/kannte.
Gleich die ersten Filmminuten versetzen einen zurück in die 80er, begleitet von dem typischen Synthie-Pop aus dieser Zeit. Der Film läuft als Horrorfilm, aber so richtig Horror ist er nicht, spannend ja, aber Horror nicht wirklich. Dabei bietet das liebevoll gestaltete Setting alles was es braucht, um ungute Gefühle zu verbreiten. Stellenweise wirkt es so, als sei bewusst mit angezogener Handbremse inszeniert worden. Es hätte gern noch wesentlich dreckiger sein dürfen. Ob da ein vorauseilender Gehorsam der Spielcomunity gegenüber eine Rolle gespielt hat, weiß ich nicht.
Die von mir besuchte Vorstellung wurde jedenfalls von sehr vielen Cosplayern besucht und schlussendlich auch bejubelt.

Es wird ordentlich mit lauten Jumpscares gearbeitet, was gar nicht so übel gelingt. Doch das danach einsetzende Horrorgefühl wird dann meist mit abrupten Szenenwechseln wieder abgewürgt, schade.

Nicht der erhoffte Supergrusler, der hier nicht über gute Ansätze hinauskommt. Was für einen Streamingabend.
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DIE UNWAHRSCHEINLICHE PILGERREISE DES HAROLD FRY

#749 

Beitrag von MovieMan »

Der ältere in Südengland in einer bröckelnden Ehe lebende Harold (J. Broadbent) erhält einen beunruhigenden Brief seiner alten Bekannten Queenie. Nach einem Gespräch mit einer jungen Verkäuferin einer Tankstelle fasst er den Beschluss, Queenie zu Fuß aufzusuchen - nur dass sie ca. 1000 Kilometer entfernt verweilt. Von seiner Frau (P. Wilton) für verrückt erklärt, macht sich Harold auf den Weg bis sein Vorhaben in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und Aufsehen erregt. Er lässt sich trotz immer wieder aufkommenden Zweifeln nicht entmutigen.

Romanverfilmung über einen Menschen, der meint, er trage eine tiefe Schuld in sich und versucht, mit seinem Marsch etwas wieder gut zu machen.
In immer wiederkehrenden Rückblenden wird außerdem das Schicksal Harolds beleuchtet und Erklärung für den einsetzenden Sinneswandel der Figur zu geben.
Das schauspielerische Hauptaugenmerk liegt auf J. Boatbents Spielweise, die eine ungewöhnliche Nähe zulässt. Das sollte zu einer rührenden Verbindung zwischen Figur und Zuschauer führen. WEnn Gefühle sprechen könnten, so vermag J. Broadbent mit seinem Gesicht Bände zu sprechen. Nicht unwichtiger ist der (Gegen)part der Ehefrau, verkörpert durch die ebenfalls emotional aufspielende P. Wilton, die trotz der räumlichen Entfernung zu Harold immer eine Einheit mit ihm bildet, auch wenn das nicht ganz so offensichtlich ist.

Die Inszenierung erlaubt dem Zuschauer in den ruhigen Augenblicken immer, sich ebenfalls in die Situation hineinzuversetzen und ggf. zu erfragen, ob und ggf. aus welchem Grund man selbst eine solche Reise antreten würde.
Letztlich ist der Marsch nicht nur auf das Ereichen der zu besuchenden Person ausgerichtet, sondern bildet eine Reise zu sich selbst - wo immer man am Ende auch dabei ankommt.

Ruhig und gefühlvoll erzähltes Drama über Schuld und eine Reise zu sich selbst mit zwei sich fantastisch ergänzenden Schauspielern.
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HALLOWEEN PARK

#750 

Beitrag von MovieMan »

Fiona wird verdonnert, eine Gruppe junger VIP-Gäste nach Geschäftsschluss durch den Vergnügungspark Liseberg an Halloween zu führen. Die Gäste teilen ein gemeinsames Schicksal mit Fiona und so löst das Treffen nicht ausschließlich Freude aus, genauso wie der irre Killer, der den Park an diesem Abend unsicher und Jagd auf die Gruppe macht.

Das Setting ist bahnbrechend. Ein Vergügungspark bei Dunkelheit an Halloween, schön beleuchtet und mit seinem Attraktionen bestens ausgestattet, einem Halloweenkiller eine bunte sowie reichhaltige Spielwiese für sein grausiges Treiben zu bieten. Und was macht man daraus? Nicht viel.
Trotz dieser Steilvorlage erlebt der Zuschauer einen ziemlich lahmen Killer. Es gibt immer wieder spannende Szenen, die plötzlich nicht mehr weiterverfolgt werden, weil den Drehbuchschreibern die Ideen ausgehen oder aber wohl zu viel künstlerischen Anspruch hatten. So bricht immer wieder der Spannungsfaden ab.
Dabei hat man mit dem Cast schon Personen gewonnen, die sich reinhängen und auch ganz ordentlich spielen, jedenfalls bei Weitem besser als z. B. der Cast in einem TERRIFIER 2. Doch richtig zünden tut der Funke nicht. Die Kameraführung reißt auch nichts heraus.
Die Tricks und Bluteffekte kommen ebenso über ein Mittelmaß nicht hinaus. Star des Films ist eigentlich nur der Park.

Und so verbleibt nur ein 08/15 Halloween Slasher, den man gesehen haben kann aber nicht muss. Lieber nochmal das Original HALLOWEEN von J. Carpenter schauen.
Mit knapp 1,5 Stunden Laufzeit wird der Film glücklicherweise nicht extra in die Länge gezogen.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

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