Der Ort Lilienthal feiert ein monsterfreies Jubiläum. Schülerin Mia fällt leider unangenehm auf, wird der Schule verwiesen und soll ausgerechnet in der Finsterwald-Akademie weiter lernen. Ihre neuen Mitschüler sind so ganz anders als sie selbst und Schuldirektor Vlad hat seine ganz eigenen Führungsqualitäten und Pläne mit Lilienthal.
Die Halloweenzeit hat begonnen und entsprechende spookige Filme landen auf der Leinwand, so auch dieser Animationsfilm, der thematisch im Bereich Coming-of-Age anzusiedeln ist, ausgestattet mit den dazugehörigen Gefühlen sowie auch Gesellschaftskritik.
Verlegt wurde die Handlung in eine „gruselige“ Umgebung. Der Film ist für alle Altersstufen freigegeben (FSK 0), bei sehr sensiblen Kindern würde ich allerdings einen Kinogang erst ab ca. 6 Jahren empfehlen.
Trotz der Probleme, die im Film angesprochen werden, behält die Geschichte immer ihr hoffnungsvolles Grundgerüst.
Die Optik ist bunt, aber nicht komplett übertrieben wie z.B. bei TROLLS. Die Figuren sehen comicartig aus, wie man es auch von vielen Kinder-TV-Serien her kennt. Insofern wurde auf einen realistischen Detailgrad keinen Wert gelegt. Zeitweilig sieht die Animation schon fast dreidimensional aus, was durch kluge Licht-/Schatten-Effekte erreicht wird.
Als Besonderheit hat man sich das Einbringen eines anderen Grafikstils im Sinne von comicartigen Bunt- oder Filzstiftzeichnungen einfallen lassen. Das verleiht den entsprechenden Szenen optisch noch ein wenig Nachdruck und lockert auf.
Mit 82 Minuten Laufzeit ist der Film angenehm kurz, vor allem für die kleinsten Kinogänger, die noch nicht so lange durchhalten. Daher wird die Lauflänge auch für die begleitenden Eltern nicht zu einer Belastungsprobe, um die Sprösslinge noch ruhig auf den Sitzen halten zu können.
Spaßiger Animationsfilm mit leichter Gruseleinlage und Identifikationspotential für jüngere Schulkinder.
Ich war im Kino...
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MONSTER MIA
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Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.
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STREET FIGHTER
Für ein zweites World Warrior Turnier werden die besten Fighter des Planeten zusammengesammelt, unter Ihnen auch Ken und Ryu, die in einer besonderen Beziehung stehen. Neben dem „sportlichen“ Wettkampf dient das Turnier für den Veranstalter Bison (D. Dastmalchian) nur als Vorwand für seine Pläne, die er hegt.
Es handelt sich um eine Verfilmung eines Videospielprüglers, bei dem man mit verschiedenen Charakteren gegeneinander antreten kann, ähnlich konzipiert wie MORTAL COMBAT.
Das Setting ist dystopisch bis fantastisch/futuristisch, Testosteron bestimmt den Inhalt.
Ob das Spiel nun filmisch gut umgesetzt ist, kann ich nicht beurteilen, da ich es nie gespielt habe.
Die Figuren sind allerdings höchst überzeichnet und jede hat ihren eigenen Kampfstil.
Der Inhalt wirkt ziemlich aufgebläht, um Lauflänge zusammen zu bekommen, sodass die reine Kampfzeit/das Turnier gar nicht so viel Anteil haben, wie man vermuten müsste.
Der krampfhafte Versuch, den Figuren eine Charaktertiefe zuzugestehen, geht in die Hose. Trotz aller Bemühungen bleiben die Charaktere flach. Die dem Film an einigen Stellen innewohnende Komik ist entweder gewollt (dann mit schlechtem Ergebnis) oder unfreiwillig (dann auch nicht besser).
Schauspielerisch fällt nur D. Dastmalchian auf, der sich sichtbar pudelwohl in seiner Rolle fühlt und das spielt, was er kann: einen durchgeknallten Psychopathen.
Der Rest des Castes fällt völlig ab.
Der Film wird immer dann gut, wenn es um die reine Action geht. Davon bietet er aber zu wenig. Ich hätte mir das Turnier mit viel mehr und längeren Kämpfen gewünscht. Insofern bin ich unsicher, was eigentlich von der Videospielvorlage überhaupt erhalten sein soll.
Tricktechnisch ist das Ganze ordentlich visualisiert, wobei an einigen Stellen ein deutlich begrenztes Budget zu erkennen ist und die Trickeffekte nur nach mittelmäßiger TV-Serie aussehen.
Kostüme und Setbau sind hingegen gut gelungen.
Letztlich eine enttäuschende Prügelorgie, da es zu sehr an Prügel fehlt, dafür mit einem noch gut spielenden Dastmalchian, der mit seinen Szenen noch Schadensbegrenzung betreibt. Ich hatte deutlich mehr erwartet.
Es handelt sich um eine Verfilmung eines Videospielprüglers, bei dem man mit verschiedenen Charakteren gegeneinander antreten kann, ähnlich konzipiert wie MORTAL COMBAT.
Das Setting ist dystopisch bis fantastisch/futuristisch, Testosteron bestimmt den Inhalt.
Ob das Spiel nun filmisch gut umgesetzt ist, kann ich nicht beurteilen, da ich es nie gespielt habe.
Die Figuren sind allerdings höchst überzeichnet und jede hat ihren eigenen Kampfstil.
Der Inhalt wirkt ziemlich aufgebläht, um Lauflänge zusammen zu bekommen, sodass die reine Kampfzeit/das Turnier gar nicht so viel Anteil haben, wie man vermuten müsste.
Der krampfhafte Versuch, den Figuren eine Charaktertiefe zuzugestehen, geht in die Hose. Trotz aller Bemühungen bleiben die Charaktere flach. Die dem Film an einigen Stellen innewohnende Komik ist entweder gewollt (dann mit schlechtem Ergebnis) oder unfreiwillig (dann auch nicht besser).
Schauspielerisch fällt nur D. Dastmalchian auf, der sich sichtbar pudelwohl in seiner Rolle fühlt und das spielt, was er kann: einen durchgeknallten Psychopathen.
Der Rest des Castes fällt völlig ab.
Der Film wird immer dann gut, wenn es um die reine Action geht. Davon bietet er aber zu wenig. Ich hätte mir das Turnier mit viel mehr und längeren Kämpfen gewünscht. Insofern bin ich unsicher, was eigentlich von der Videospielvorlage überhaupt erhalten sein soll.
Tricktechnisch ist das Ganze ordentlich visualisiert, wobei an einigen Stellen ein deutlich begrenztes Budget zu erkennen ist und die Trickeffekte nur nach mittelmäßiger TV-Serie aussehen.
Kostüme und Setbau sind hingegen gut gelungen.
Letztlich eine enttäuschende Prügelorgie, da es zu sehr an Prügel fehlt, dafür mit einem noch gut spielenden Dastmalchian, der mit seinen Szenen noch Schadensbegrenzung betreibt. Ich hatte deutlich mehr erwartet.
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WHALEFALL
Um den Tod seines Vaters (J. Brolin) verarbeiten zu können, begibt sich Jay (A. Abrams) in die Untiefen des Meeres, in der Hoffnung, die sterblichen Überreste bergen zu können. Ein Pottwal verwechselt Jay mit Futter, sodass Jay fortan um sein Überleben kämpfen muss, denn er hat nicht unbegrenzt Zeit, bis der Sauerstoff ausgeht.
Zunächst hatte ich erhebliche Mühe, schon die theoretische Möglichkeit der aufgezeigten Situation überhaupt als realistisch einstufen zu können, denn der Storyinhalt klingt wie fantasievolles Seemannsgarn, welches man sich nachts an irgendeinem Lagerfeuer erzählt.
Um überhaupt Spaß an dem Film zu empfinden, musste ich also jeglichen Realismusgedanken schnell und komplett ausschalten. Das ist mir leider nicht ganz gelungen. Hatte ich mich mit der einen Situation abgefunden, tauchte schon eine neue Situation auf, die so unlogisch war, dass ich permanent damit beschäftigt war, den Storyinhalt zumindest theoretisch als möglich anzusehen. Dieser dauernde innere Kampf mit mir selbst hat mir einen Teil der Freude am Film letztendlich doch genommen.
Abgesehen davon war der Film recht spannend inszeniert, wobei die Laufzeit allerdings mit 106 Minuten zu lang war, da sich einiges dann inhaltlich doch wiederholte. Eine Straffung auf 90-95 Minuten hätte dem Spannungsbogen sicherlich gut getan.
Visuell wurde aus dem Vollen geschöpft. Mit Tricktechnik wurde eine Situation/Umgebung geschaffen, die man nicht alle Tage sieht und wo sich die Macher äußerst kreativ ausgetobt haben. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, haben sich vorwiegend ILM und WETA ordentlich ins Zeug gelegt, um eine „besondere“ Umgebung zu „realisieren“. Insofern hervorragende Arbeit der Techniker an den visuellen Effekten.
Der Ton steht dem in nichts nach. Dieser hüllt sowohl den Protagonisten als auch den Zuschauer völlig ein, sodass man auch akustisch mittendrin ist.
Bemerkenswert ist die Kameraarbeit. Die holt das Maximale aus den Extremsituationen heraus. Zusammen mit der Schnittarbeit, die dynamisch von Closeup, über Totale und Halbtotale sowie wieder zurück wechselt, ergibt sich eine zusätzliche Spannung und Visualisierung der Enge des Raumes.
Schauspielerisch gibt es nichts Besonderes zu vermelden. Die Darstellungen sind auf oberem Mittelklasseniveau. Das ist nicht unbedingt das Problem der Schauspielenden sondern des Drehbuches, denn der Fokus liegt deutlich auf dem Überlebenskampf des Protagonisten. Abrams agiert angesichts der Situation nachvollziehbar, Brolin taucht nur in Rückblenden auf.
Purer Überlebenskampf unter Wasser unter Abwesenheit von jeglichem Realismus bei hochwertigen visuellen Effekten, einem hin und wieder einbrechenden Spannungsbogen und Schauspielern, die nicht sehr gefordert werden.
Keinesfalls eine Empfehlung für Personen mit Raumangst, dafür für Freunde von altem Seemannsgarn.
Zunächst hatte ich erhebliche Mühe, schon die theoretische Möglichkeit der aufgezeigten Situation überhaupt als realistisch einstufen zu können, denn der Storyinhalt klingt wie fantasievolles Seemannsgarn, welches man sich nachts an irgendeinem Lagerfeuer erzählt.
Um überhaupt Spaß an dem Film zu empfinden, musste ich also jeglichen Realismusgedanken schnell und komplett ausschalten. Das ist mir leider nicht ganz gelungen. Hatte ich mich mit der einen Situation abgefunden, tauchte schon eine neue Situation auf, die so unlogisch war, dass ich permanent damit beschäftigt war, den Storyinhalt zumindest theoretisch als möglich anzusehen. Dieser dauernde innere Kampf mit mir selbst hat mir einen Teil der Freude am Film letztendlich doch genommen.
Abgesehen davon war der Film recht spannend inszeniert, wobei die Laufzeit allerdings mit 106 Minuten zu lang war, da sich einiges dann inhaltlich doch wiederholte. Eine Straffung auf 90-95 Minuten hätte dem Spannungsbogen sicherlich gut getan.
Visuell wurde aus dem Vollen geschöpft. Mit Tricktechnik wurde eine Situation/Umgebung geschaffen, die man nicht alle Tage sieht und wo sich die Macher äußerst kreativ ausgetobt haben. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, haben sich vorwiegend ILM und WETA ordentlich ins Zeug gelegt, um eine „besondere“ Umgebung zu „realisieren“. Insofern hervorragende Arbeit der Techniker an den visuellen Effekten.
Der Ton steht dem in nichts nach. Dieser hüllt sowohl den Protagonisten als auch den Zuschauer völlig ein, sodass man auch akustisch mittendrin ist.
Bemerkenswert ist die Kameraarbeit. Die holt das Maximale aus den Extremsituationen heraus. Zusammen mit der Schnittarbeit, die dynamisch von Closeup, über Totale und Halbtotale sowie wieder zurück wechselt, ergibt sich eine zusätzliche Spannung und Visualisierung der Enge des Raumes.
Schauspielerisch gibt es nichts Besonderes zu vermelden. Die Darstellungen sind auf oberem Mittelklasseniveau. Das ist nicht unbedingt das Problem der Schauspielenden sondern des Drehbuches, denn der Fokus liegt deutlich auf dem Überlebenskampf des Protagonisten. Abrams agiert angesichts der Situation nachvollziehbar, Brolin taucht nur in Rückblenden auf.
Purer Überlebenskampf unter Wasser unter Abwesenheit von jeglichem Realismus bei hochwertigen visuellen Effekten, einem hin und wieder einbrechenden Spannungsbogen und Schauspielern, die nicht sehr gefordert werden.
Keinesfalls eine Empfehlung für Personen mit Raumangst, dafür für Freunde von altem Seemannsgarn.
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HEIMSUCHUNG - EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE
Das Haus bleibt, seine Bewohner wechseln. Über mehrere Generationen ziehen Menschen in ein Haus an einem See, angefangen in der Nazizeit, endend nach der Wiedervereinigung.
Die Romanverfilmung begleitet mehrere Familien in der o.g. Epoche während ihres Lebens in dem Haus am See. Jede Familie bringt ihre eigene Geschichte mit und bewohnt das Haus aus den verschiedensten Interessen.
Ich habe sehr lange überlegt, ob ich mir diesen Film ansehe, denn ich fürchtete, dass mich der Inhalt eher gleichgültig lassen und für mich langweilig sein würde. Ausschlaggebend für meine Entscheidung war u.a. dann doch die Mitwirkung von L. Eidinger.
Belohnt wurde meine Entscheidung mit einer ungewöhnlichen Storykonstruktion. Irgendwie hatte ich permanent das Gefühl, das Haus selbst würde die Geschichten seiner Bewohner aus dem Off erzählen. Die einzelnen Geschichten erschienen eher beiläufig. Gefordert wird die kreative Denkmaschine des Zuschauers. Die Dialoge und Schauspielenden dienen hier mehr als Stichwortgeber, als Zuschauer musste ich mich permanent selbst mit meinem Wissen über den jeweiligen Zeitabschnitt auseinandersetzen, d.h. mit dem Aufkommen der Nazis, dem Niedergang des Deutschen Reiches, dem Leben in der DDR und der Zeit zur und nach der Wiedervereinigung.
Die Dialoge sind manchmal oberflächlicher Natur, den tieferen Sinn und Rest muss man sich selbst denken. Mir hat das erstaunlich Spaß gemacht.
Nachteil ist, dass man als Zuschauer schon etwas geschichtlich gebrieft sein und/oder Zeiten dieser dargestellten Epoche selbst erlebt haben muss.
Der Cast kann sich mehr als sehen lassen, das fängt bei M. Gedeck an, geht über L. Eidinger und S. Wolff und endet bei U. Matthes, A. Winkler und D. Buck. Jede Person gibt seiner Figur ein realistisches Bild der damaligen Zeit mit.
Aufgrund des Zeitumfanges der Geschichte, kam man nicht umhin, die Ausstattung permanent anzupassen. Ob Frisuren, übrige Maske oder Kostüme, alles wurde bedacht und stetig angeglichen. Ich vermute, dass das dem Kostümfundus des Studios Babelsberg zu verdanken ist, der besonders umfangreich ist.
Inwieweit der Film nah an der Romanverlage ist, kann ich nicht sagen. Mich haben die Geschichten jedoch unerwartet mitgenommen und ich konnte Geschichte, auch eigens erlebte Geschichte, nochmals Revue passieren lassen.
Ein Gesellschaftsporträt der besonderen Art, aufgezeigt an dem Leben mehrerer Generationen mit einem tollen deutschen Cast.
Mich freut zudem, dass das Studio Babelsberg den Film umsetzen konnte, denn das Studio hat extrem unter Corona gelitten, musste Produktionen einbüßen und kämpft derweil gegen die Entscheidung vieler Produzenten, die Produktion in das günstigere Ungarn oder sonstige Ausland zu verlegen, an. Es wäre schade um unser Kulturgut, denn es ist das älteste Großatelier Studio der Welt. Hoffnung gibt auch der neue Teil der TRIBUTE VON PANEM Reihe, der ebenfalls dort gedreht wurde.
Tipp: In Potsdam steht unweit des Bahnhofes das Filmmuseum Potsdam. Das ist zwar anstrengend, sich durch die ganzen Schriften zu lesen, doch für die Geschichte des deutschen Films unheimlich bedeutsam. Cineasten mit Bewusstsein für den deutschen Film aus Babelsberg sollten mal einen Besuch riskieren.
Die Romanverfilmung begleitet mehrere Familien in der o.g. Epoche während ihres Lebens in dem Haus am See. Jede Familie bringt ihre eigene Geschichte mit und bewohnt das Haus aus den verschiedensten Interessen.
Ich habe sehr lange überlegt, ob ich mir diesen Film ansehe, denn ich fürchtete, dass mich der Inhalt eher gleichgültig lassen und für mich langweilig sein würde. Ausschlaggebend für meine Entscheidung war u.a. dann doch die Mitwirkung von L. Eidinger.
Belohnt wurde meine Entscheidung mit einer ungewöhnlichen Storykonstruktion. Irgendwie hatte ich permanent das Gefühl, das Haus selbst würde die Geschichten seiner Bewohner aus dem Off erzählen. Die einzelnen Geschichten erschienen eher beiläufig. Gefordert wird die kreative Denkmaschine des Zuschauers. Die Dialoge und Schauspielenden dienen hier mehr als Stichwortgeber, als Zuschauer musste ich mich permanent selbst mit meinem Wissen über den jeweiligen Zeitabschnitt auseinandersetzen, d.h. mit dem Aufkommen der Nazis, dem Niedergang des Deutschen Reiches, dem Leben in der DDR und der Zeit zur und nach der Wiedervereinigung.
Die Dialoge sind manchmal oberflächlicher Natur, den tieferen Sinn und Rest muss man sich selbst denken. Mir hat das erstaunlich Spaß gemacht.
Nachteil ist, dass man als Zuschauer schon etwas geschichtlich gebrieft sein und/oder Zeiten dieser dargestellten Epoche selbst erlebt haben muss.
Der Cast kann sich mehr als sehen lassen, das fängt bei M. Gedeck an, geht über L. Eidinger und S. Wolff und endet bei U. Matthes, A. Winkler und D. Buck. Jede Person gibt seiner Figur ein realistisches Bild der damaligen Zeit mit.
Aufgrund des Zeitumfanges der Geschichte, kam man nicht umhin, die Ausstattung permanent anzupassen. Ob Frisuren, übrige Maske oder Kostüme, alles wurde bedacht und stetig angeglichen. Ich vermute, dass das dem Kostümfundus des Studios Babelsberg zu verdanken ist, der besonders umfangreich ist.
Inwieweit der Film nah an der Romanverlage ist, kann ich nicht sagen. Mich haben die Geschichten jedoch unerwartet mitgenommen und ich konnte Geschichte, auch eigens erlebte Geschichte, nochmals Revue passieren lassen.
Ein Gesellschaftsporträt der besonderen Art, aufgezeigt an dem Leben mehrerer Generationen mit einem tollen deutschen Cast.
Mich freut zudem, dass das Studio Babelsberg den Film umsetzen konnte, denn das Studio hat extrem unter Corona gelitten, musste Produktionen einbüßen und kämpft derweil gegen die Entscheidung vieler Produzenten, die Produktion in das günstigere Ungarn oder sonstige Ausland zu verlegen, an. Es wäre schade um unser Kulturgut, denn es ist das älteste Großatelier Studio der Welt. Hoffnung gibt auch der neue Teil der TRIBUTE VON PANEM Reihe, der ebenfalls dort gedreht wurde.
Tipp: In Potsdam steht unweit des Bahnhofes das Filmmuseum Potsdam. Das ist zwar anstrengend, sich durch die ganzen Schriften zu lesen, doch für die Geschichte des deutschen Films unheimlich bedeutsam. Cineasten mit Bewusstsein für den deutschen Film aus Babelsberg sollten mal einen Besuch riskieren.
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Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.