Ich war im Kino...

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MovieMan
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BAD BOYS 4: RIDE OR DIE

#826 

Beitrag von MovieMan »

USA - Florida/Miami: Die Cops Mike (W. Smith) und Marcus (M. Lawrence) sind nach Hinweisen ihres verstorbenen Chefs Howard Korruptionsvorwürfen in den eigenen Reihen auf der Spur, die u.a. auch zu den Drogenkartellen führt. Ihre Aufklärungsversuche machen sie selbst zu Gejagten. Ein Familienmitglied von Mike gerät ebenfalls in Gefahr, ebenso wie Marcus Familie. Auf ihre eigene Art greifen sie zum Äußersten, um ihren Auftrag erfolgreich zu beenden.

4. Teil des großen Actionspaßes, der 1995 begonnen hat. Die Geschichte, die sich im letzten Teil bereits entwickelt hat, wird hier fortgeführt, was auch gut gelingt. Die Drehbuchautoren haben eine spannende, actionlastige und spaßige Fortsetzung ersonnen.
Smith und Lawrence danken dies mit Spielfreude, die bei Lawrence so ausgeprägt ist, dass er des Öfteren vor dem Overacting steht und sich vor Freude kaum einkriegen kann. Beste Aussichten, auch den Kinogängern ein überaus spaßiges Vergnügen zu bereiten.

Bei mir hat der Film ins Volle getroffen. Die Spielfreude der o.g. Akteure, die absurd lustigen Dialoge gemischt mit der Action und dem passenden Soundtrack ist genau das, was ich von einem vergnüglichen Kinonachmittag von einer Actionkomödie erwarte.
Dazu beigetragen hat das farbfrohe Bild, ohne die Farben zu sehr durch den Filter zu jagen. Diese unterstreichen das sonnige Gemüt der Umgebung Miamis sehr und portieren das Partygefühl der Metropole an den Zuschauer.
Zudem ist das Bild schön klar und scharf gewesen. Passend zur Optik präsentiert sich die Akustik, räumlich, dynamisch und druckvoll.

Action und besonnenere Momente wechseln sich ab, sodass nicht eine Übermüdung beim Zuseher eintritt. Die flotte Inszenierung lässt die Zeit wie im Flug verstreichen. Viel mehr Unterhaltung geht nicht - sofern man Actionkomödien etwas abgewinnen kann.
Obschon bereits der 4. Teil, hat mit diesem Teil die Reihe von ihrer Faszination nichts eingebüßt und wurde auf einen modernen Stand gebracht.

Dieser Film schreit geradezu nach großer Leinwand und leistungskräftigem Soundsystem.
Und jetzt alle: :pfeif: "Bad Boys, bad boys, what you gonna do when they come for you?" :pfeif:
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

Kino ist das Größte !!! Geht mal wieder hin.

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KING'S LAND

#827 

Beitrag von MovieMan »

Mitte des 18. Jahrhunderts, der dänische König hat dazu aufgrufen, die als unbewirtbar geltende Heide Jütlands urbar zu machen. Nachdem etliche Versuche gescheitert sind, nimmt sich aus tiefster Überzeugung Hauptmann Ludvig Kahlen (M. Mikkelsen) dieser Herausforderung an. Dazu muss er nicht nur die Widersacher am Hofe des Königs sondern auch den Großgrundbesitzer Schinkel von seinem Vorhaben überzeugen, der sich selbst als Eigentümer der Heide wähnt. Mit Akribie und gegen alle Widerstände verfolgt Kahlen sein Vorhaben, sehr zum Ärger Schinkels, sodass nun eine brutale Fehde zwischen den Herren ausbricht, die den Erfolg Kahlens in weite Ferne rücken lässt. Doch trotz Verlusten an allen Ecken und Enden gibt dieser nicht auf.

Heftiges, zuweilen brutales Historiendrama nach historischen Vorbildern. Es ist fast eine One-Man-Show von Mikkelsen. Dieser steht in fast jeder Szene im Mittelpunkt. Dabei schöpft Mikkelsen aus dem Vollen seines schaupielerischen Könnens. Ich halte ihn hier geradezu für eine Idealbesetzung.
Fröhlichkeit verbreitet der Film gerade nicht, das harte Leben auf dem Feld, der ständige Überlebenskampf hinsichtlich der Nahrung und den finanziellen Mitteln, Machtdemonstrationen der Großgrundbesitzer und das Festhalten an einem Ziel, welches eigentlich nicht realistisch ist. All das wird ungeschönt an den Zuschauer weitergereicht.
Spannung kann man dem Film indes nicht absprechen. Ich habe geradezu mitgefiebert, ob Kahlen sein Ziel noch erreicht und wie die sich permanent ändernden Umstände auch ihn verändern.
Das Set ist überschaubar, die Lebensweise der Siedler ebenso karg wie die Landschaft. Für den Zuschauer werden die damit einhergehenden Entbehrungen fast spürbar.
Insofern halte ich die Inszenierung für sehr gelungen.

Ausstattung und Kostüme sind ebenfalls tadellos gestaltet und verleihen dem Film eine authentische Wirkung.

Spannendes, zeitweilig brutales Historiendrama mit herausragendem Hauptdarsteller und einer sehr gut umgesetzen Inszenierung.
Kein Wunder, dass der Film unter den letzten Kandidaten für die Oscarverleihung zu finden war.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

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ALLES STEHT KOPF 2

#828 

Beitrag von MovieMan »

Die junge Riley ist nun 13 Jahre alt und pubertiert. Die Integration in ein Eishockeyteam gelingt mehr schlecht als recht. Neben den bisherigen Emotionen (Freude, Kummer, Wut und Ekel) gesellen sich weitere hinzu, wie Zweifel, Neid, Peinlich und Langeweile. Da ist ganz schön was los in der Emotionszentrale in Rileys Kopf, zudem Zweifel das Ruder in die Hand nimmt und kurzerhand ein paar andere Emotionen aus der Steuerzentrale entfernt.

Zweiter Teil des Pixar-Spaßes, der die Pubertät des jungen Mädchens aus dem ersten Teil zum Thema hat.
Und das gelingt großartig. Selten wurde ein Kampf der Emotionen so anschaulich dargestellt. Für den Betroffenen ist das wohl weniger witzig, für das Kinopublikum umso mehr. Es reicht zwar nicht für durchgängige Heiterkeit, doch Disney hat einen Weg gefunden, die Emotionen schlussendlich in Balance zu bringen, das was jeder Mensch eigentlich auch machen muss - damit er nicht durchdreht.
Genau so wie im ersten Teil wird ein psychisch-biologischer Hergang in seine Einzelteile aufgedröselt und als personifizierte Emotionen dargebracht.

Alles geschieht in einer bonbonbunten Umgebung und ist disneytypisch familienfreundlich austariert. Insofern eignet sich der Film als Familienspaß für Groß und Klein gleichermaßen. Trotz FSK-0 wird die Nachvollziehbarkeit der Geschichte die Allerkleinsten wohl überfordern, da sie die Pubertät eben noch nicht nachempfinden können. Dafür treten aber kaum bedrohliche Augenblicke auf, die die kleiinen Zuschauer überfordern könnten und sie können sich an den witzig und süß dargestellten Figuren erfreuen.

Tricktechnisch ist alles beim Alten geblieben, eine Entwicklung in der Animation konnte ich nicht ausmachen. Der 3D-Effekt hält sich in Grenzen und ist eigentlich sehr überschaubar. Dem Bild wird etwas Tiefe verliehen, mehr aber auch nicht. Auf lustige Pop-Out Effekte hat man verzichtet. Da muss jeder selbst entscheiden, ob ihm der Aufpreis für die Kinokarte das wert ist.
Die Laufzeit von 96 Minuten ist gut abgepasst, sonst wären doch Längen entstanden. Wer die Postcreditszene nicht verpassen will, muss bis zum Ende sitzenbleiben.

Konsequente und gelungene Fortsetzung des Ertstlings mit noch mehr Emotionen - für die ganze Familie.
bild 7.55 Software 5.4.6.0, Vodafone Kabel TV, AVR Yamaha RX-A1080, Panasonic UHD 9004, Elac FS und CC 189 + TS 3030 + WS 1235 + Sub 2030 als 5.1.2 System, PS3, ATV4K

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